Videoprogramme „Das Ende unserer Geschichte“ und „I’ve seen the future, I can’t afford it“

Video „Fever Freaks“ von Frédéric Moffet, 2017 Video „Fever Freaks“ von Frédéric Moffet, 2017

Sa, 17.11.2018 -
So, 18.11.2018

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Kuratoren: Ding Dawei (Beijing International Short Film Festival), Olaf Stüber (VideoArt-at-Midnight, Berlin)
Sprache der Filme: Originalversion mit chinesischen Untertiteln
Ort: Goethe-Institut China
Eintritt frei

Vorführung mit Einführung
Zeit:
17.11.2018, 20:00 – 21:30
Einführung durch Ding Dawei und Thomas Eller (Kurator, Künstler)
Sprache der Einführung: Chinesisch, Deutsch
Ort: Bühne, Goethe-Institut China

Vorführung (Loop)
Zeit: vom 17.11.2018 um 21 Uhr 30 bis 18.11.2018 um 20 Uhr
Ort: Grey Cube, Goethe-Institut China

Am 17. und 18. November 2018 präsentiert das Goethe-Institut China ein spezielles Videoprogramm, kuratiert von Olaf Stüber von VideoArt-at-Midnight, Berlin und Ding Dawei vom Beijing International Short Film Festival (BISFF). Die ausgewählten Kunstvideos behandeln einige der essentiellen, die das Goethe-Institut China anlässlich seines 30. Jubiläums stellt.

Das Videoprogramm „I've seen the future, I can't afford it“, kuratiert von Olaf Stüber und präsentiert von Thomas Eller, zeigt 15 Künstlerfilme, die dem Pekinger Publikum die Chance geben, die dystopische, bis apokalyptische Perspektive vieler Künstler*innen aus dem Westen kennenzulernen. Der Mensch wird in seinen konfliktbehafteten Beziehungen zu Natur und Technik, Kapital und Ethik, sowie Information und Material beleuchtet. Gesehen werden diese Themen aus den unterschiedlichsten Perspektiven: von der Sonne, oder aus der Tiefsee … und immer stellt sich die Frage: Was können wir tun?! – Können wir überhaupt etwas tun?!

Während der „westlicher“ Blick u.a. auf die Probleme fokussiert, die auf die Menschen in der nahen Zukunft zukommen werden, setzt sich das Programm des BISFF „Das Ende der Geschichte“ aus der zeitlichen Dimension mit der menschlichen Existenz auseinander. Vor dreißig Jahren formulierte der amerikanische neokonservative Gelehrte Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“. „Die Geschichte endet allerdings nicht so, wie er es voraussagte – in einem westlichen demokratischen System –, sondern sie zeigt sich von einer Seite, die in keinster Weise mit seiner Vorstellung übereinstimmt: in der Verschmelzung des Heterogenen, die eine dynamische Statik an den Tag legt. ... Unsere Erlebnisse und Erfahrungen sind wie eingefroren, als wären sie in einer Frischhaltedose verpackt. Wenn die Zeit vor den Augen undeutlich vergeht, ist die Geschichte für uns bereits zu einer riesigen Fiktion geworden; sie ist alles andere als am Ende angekommen, aber wir spielen in ihr keine Rolle mehr,“ so der Kurator Ding Dawei. Unter dem Titel „Das Ende der Geschichte“ werden 13 chinesische und internationale Werke gezeigt: Einige der Kurzfilme erinnern an „eingefrorene“ Performances, andere thematisieren das Nutzlose oder stellen mehr oder weniger gewagte Hypothesen auf.

Wir laden alle herzlich ein, mit uns gemeinsam auf diese Zeitreise - in die Zukunft der Vergangenheit – mitzugehen und wünschen Ihnen eindrucksvolle, anregende und  perspektiverweiternde Erlebnisse!

Das Videoprogramm finden Sie hier zum Download.

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