Ausstellung Datafiction - Ein experimentelles Videospiel von Marco Buetikofer und Lotte Meret Effinger

Datafiction, Marco Buetikofer und Lotte Meret Effinger, 2019 © Datafiction, Marco Buetikofer und Lotte Meret Effinger, 2019

Sa, 31.08.2019 -
Sa, 28.09.2019

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Partner: Kultursymposium Weimar, I: project space, Berliner Senat  
Eröffnung: 31.08.2019, 14 Uhr
Dauer der Ausstellung: 31.08 - 28.09.2019, 12:00 – 18:00, Montag geschlossen
Führungen durch die Künstler: 01/21/22. September, 14:00, 15:00
Künstler: Marco Buetikofer, Lotte Meret Effinger
Sprache: Englisch, Chinesisch
Ort: Goethe-Institut China
Eintritt frei
 
Vom 31. August bis zum 28. September 2019 präsentiert das Goethe-Institut China das experimentelle Videospiel „Datafiction“ von Marco Buetikofer und Lotte Meret Effinger im Grey Cube in „798“. „Datafiction“ reflektiert den Einfluss von Technologien auf alltägliche Praktiken und soziale Verhaltensweisen. Als Teil des Residenzprogramms des Goethe-Instituts China entstanden, wurde die Arbeit erstmals im Juni 2019 auf dem Kultursymposium Weimar gezeigt.
 
Technologie scheint ein Werkzeug für Herrschaft und Machtstrukturen aber es ist eine Verkörperung der von uns geschaffenen Geschichte. Mit dem Wandel der Gesellschaften auf lokaler und globaler Ebene sind neue kritische Versuche gefordert, um Fragen der Identität, Politik und Machtverhältnisse in den Prozessen der Technologieproduktion neu zu verhandeln.

Das experimentelle Videospiel Datafiction macht alternative Erzählstränge der Auswirkungen von Datenproduktion- und Zirkulation erfahrbar. Die Spieler*innen durchlaufen als immaterielle digitale Einheit Protokolle, Software und Rechenzentren und stoßen dabei auf persönliche Erinnerungen, Fragmente von Forschungsmaterial, Musik und Spam, die eine verstreute Erzählung darstellen.

„Datafiction“ möchte einen Beitrag zu einer kritischen Debatte leisten, die in soziale Konstruktionen und emotionale Erfahrungen eingebettet ist und eine ständige Umnavigation erfordert. Mithilfe der Einbeziehung von verschiedenen Perspektiven wird sich den komplexen Phänomen der Datenkonsumption angenähert: so spricht die Autorin und Kuratorin Agnieszka Roguski über Selbstdarstellungsweisen in der digitalen Gesellschaft, der Psychologe und Neurowissenschaftler David Rudrauf skizziert seine aktuelle Forschung zum mathematischen Modell des verkörperten Bewusstseins und der Medienkünstler Baruch Gottlieb und die Researcherin Stephanie Holl-Trieu greifen ihre Studie über Cyber Intelligence und Zivilgesellschaften erneut auf, um die Entwicklungen in China und im Westen zu vergleichen.

Das interdisziplinäre Gruppenprojekt Datafiction basiert auf einer Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Es ist von Marco Buetikofer und Lotte Meret Effinger initiiert und involviert die Musikproduzenten 33EMYBW, Aleksei Podat, ASJ, noctilucents, Sabiwa, Stasya und Wanton Witch. Sie sind Aktivist*innen einer virtuellen Gemeinschaft, die sich mit dem Gebrauch neuer Werkzeuge für einen kulturellen Austausch engagiert, der über politische Zwänge von Staaten hinausgeht.

Marco Buetikofer (*1989, Schweiz) und Lotte Meret Effinger (*1985, Deutschland) arbeiten multi - und interdisziplinär. Ihre Kollaborationen umfassen Videoproduktionen, Installationen und Performances. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis steht die Analyse von digitalen Technologien und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft sowie deren wirtschaftliche Dynamik. Das Künstlerduo schafft Räume in denen sich mechanisches und biologisches Leben begegnen, um die Grenzen zwischen der digitalen und der physischen Umwelt zu erforschen. Im Herbst 2018 lebte und arbeitete Lotte Meret Effinger als Residenzkünstlerin des Goethe-Instituts China drei Monate in Peking.
 

Datafiction -
Ein experimentelles Videospiel von Marco Buetikofer und Lotte Meret Effinger


Soundtrack: 33EMYBW, Aleksei Podat, ASJ, noctilucents, Sabiwa, Stasya, Wanton Witch
Interviews mit Agnieszka Roguski, Baruch Gottlieb, David Rudrauf, Stephanie Holl-Trieu
Engineering / Sounddesign: Christian Berkes
Sprecher*innen: Jeff Yiu, Johanna Schaefer, Jessica Segall, Jo Wanneng, Megan Hogan
Lektorat: Miriam Stoney
 

Rahmenprogramm

Workshop „skin-deepfake“
Zeit: 08.09.2019, 13:45 – 15:15
Partner: Independent Art Space (IAS) Festival, I: project space
Leitung des Workshops: Lotte Meret Effinger, Marco Buetikofer
Ort: I: project space
Sprache: Englisch, Chinesisch
Teilnahme auf Anmeldung über den WeChat-Kanal des I: project space
 

Zurück