Diskussion UPROOTING FOR PROGRESS - A DISCUSSION ABOUT BEIJING’S GREENBELT

Greenbelt © Beijing 22

Sa, 02.11.2019

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

BEIJING 22 (1/2019)


Partner: Beijing22, I: Project Space
Zeit: 02.11.2019, 13:30 – 15:30
Gäste: Song Yi (Kurator, Künstler, Filmemacher), Zhao Yimin (Assistenzprofessor am Department of
Urban Planning and Management der Renmin University of China)
Moderation: Samuel Kay
Ort: Goethe-Institut China
Sprache: Chinesisch, Englisch
Eintritt frei
 
Ein häufiges Problem, welches Städte auf der ganzen Welt teilen, ist das wachsende Problem der urbanen Umweltverschmutzung. Sie beeinflusst die urbane Umgebung, in der die Menschen leben, die Luft, die die Stadtbewohner*innen atmen, das Wasser, das sie trinken und mit welchem sie sich waschen, die Innen- und Außengeräusche, die sie hören, und die geologischen und klimatischen Bedingungen, die sie durchleben. Die Luftverschmutzung und Lärmbelastung in der Welt nimmt mit fortschreitender Urbanisierung stetig zu. Eine ausreichende Bereitstellung von Grünflächen wie Grüngürteln in urbanen Gebieten gilt als wirksames Mittel, um die Umweltverschmutzung, die mit einer schnellen Urbanisierung einhergeht, zu mindern.
 
Peking nutzt Grüngürtel auch, um sich zu einer „Eco-City“ zu entwickeln und das Ziel der „Green Olympic City“ zu erreichen. Der Grüngürtel soll eine Vielzahl von Problemen angehen, mit denen sich Peking konfrontiert sieht: Es wird erwartet, dass das Projekt die Luftqualität verbessert, Sandstürme abwehrt, der lokalen Bevölkerung Grünflächen zur Verfügung stellt und anschließend die nachhaltige Entwicklung Pekings fördert. Mit Voranschreiten der Stadterweiterung in Richtung des Übergangs zu Jing-Jin-Ji (geplante Metropolregion), stehen die Umsetzungen des Grüngürtels noch stärker unter Druck. Während der neue Plan für Peking auf dem Papier beeindruckend aussieht, hat dieser „Fortschritt“ schwerwiegende Auswirkungen auf die Bevölkerung Pekings besonders in den Peripherien der Stadt, die entwurzelt werden, aber möglicherweise nie von dieser grünen Politik profitieren.
 
Dieses Panel möchte einen genauen Blick darauf werfen, welche Bedeutung  diese großangelegte Transformation für das Leben der Menschen in der Stadt hat, die der Grüngürtel zum Besseren verändern will.
 
„Beijing 22“ ist ein offenes, unabhängiges und kuratorisches Langzeitprojekt, initiiert von Antonie Angerer, Anna-Viktoria Eschbach und Jannis Schulze, und unterstützt vom Goethe-Institut China.
 

Die Sprecher*innen

Dr. Yimin Zhao, Assistenzprofessor für Stadtplanung und -management, Renmin University of China. Dr. Zhaos Forschung konzentriert sich auf die sozialräumlichen Prozesse des urbanen Wandels und befasst sich insbesondere mit der Rolle des Staates in der politisch-ökonomischen Dynamik von urbanem Land und Umwelt. Nach seiner Ausbildung in Humangeographie und Stadtforschung an der London School of Economics hat er sein bisheriges Projekt zu Pekings Grüngürteln erfolgreich abgeschlossen und baut nun seine Forschungskompetenz zu Stadt und Staat aus, indem er den Zusammenhang von städtischer Infrastruktur, Land und Alltag untersucht – sowohl in als auch außerhalb Ostasiens.
 
Song Yi ist Kurator, Autor und Filmemacher. Er war Mitbegründer des Migrant Workers Video Kollektivs, künstlerischer Leiter des Institute for Provocation, Gründer des Kuratorenkollektivs „Bloom绽” für zeitgenössische und städtebauliche Planung. Er war Senior Editor des LEAP-Magazins (2013-2017), ehemaliger Leiter der Ausstellungsabteilung im Long March Space (2008-2012) und koordinierte das Projekt „Ho Chi Minh Trail“.
 
Sam Kay ist Doktorand im Bereich Geographie an der Ohio State University und schreibt seine Dissertation über „Uprooting People, Planting Trees: Disentangling Beijing’s Poverty Belt and Greenbelt“. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Schnittstelle von Urbanisierung und Umweltpolitik. Er hat an der Tsinghua University gelehrt und ist Stipendiat des Fulbright-Doktorandenprogramms sowie des Blakemore Freeman Programms.

 

Zurück