DISKUSSION „BEIJING 22“ (2/2019) SEEING THE OLYMPICS: VISUAL COMMUNICATION AND IMAGE-MAKING

Beijing 22 Olympics © Jannis Schulze / Beijing 22

Sa, 07.12.2019

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing


Partner: Beijing22, I: Project Space
Zeit: 07.12.2019, 15:30 - 17:30
Gäste: Che Fei (Architekt), Céline Lamée (LAVA Beijing), Feng Zhixuan (Künstlerkollektiv)
Moderation: Zhang Han (Architektin)
Sprache: Chinesisch und Englisch mit Gebärdensprache
Ort: Goethe-Institut China
Eintritt frei
 
Das Erscheinungsbild der Olympischen Spiele ist das komplexeste Projekt der Imagebildung und Markengestaltung in der gesamten Sportwelt. Eine olympische Kampagne ist immer ein Prozess der Gestaltung eines Ortes zu einem „internationalen Ort“. Die Olympischen Spiele, wie auch andere Megaprojekte, bestätigen und stärken, aber untergraben und verändern auch in einigen Dimensionen die Machtverhältnisse in den Gastgeberländern. Im Zuge der Vorbereitungen vermitteln die Austragungsorte bestimmte Bilder, Themen, Narrative und Werte. Ausgehend von Design, Architektur und Stadtplanung möchte Beijing 22 einen ersten Blick auf die aktuellen Mechanismen der öffentlichen visuellen Identität Pekings werfen, die hin zu den Winterspielen führen könnten.

Als Höhepunkt einer intensiven, thematischen und visuellen Auseinandersetzung definiert das Erscheinungsbild letztendlich Wahrnehmung der siebzehn Tage der Olympischen Spiele in der Welt. Das Erscheinungsbild der Spiele muss die visuelle Kontinuität und kulturelle Authentizität bieten, die erforderlich ist, um alle Olympischen Spiele und jede Gastgeberstadt einzigartig zu machen. 

Nachdem die Olympischen Spiele 2008 das Bild eines modernen China in die Welt gebracht haben, wollen wir uns ansehen, welches Image für die kommenden Olympischen Spiele 2022 und die zukünftige Identität des Landes vermittelt werden soll. Das Panel und die Präsentationen untersuchen den Mechanismus hinter dem Gestaltungsprozess und den Narrationen und wie dieser mit der großangelegten Stadtentwicklung in Peking verknüpft ist. 

„Beijing 22“ ist ein offenes, unabhängiges und kuratorisches Langzeitprojekt, initiiert von Antonie Angerer, Anna-Viktoria Eschbach und Jannis Schulze, und unterstützt vom Goethe-Institut China.
 
 

gäste

Che Fei ist leitender Architekt und Gründer von CU Office und Professor am Beijing Institute of Fashion Technology. Er hat eine Reihe von Monographien veröffentlicht, u.a. „Concussion“ im Jahr 2009, „Social Spatial Transformation in Beijing: Ein Grundkonzept der urbanen Raumforschung“, 2013.

Céline Lamée ist eine niederländische Grafikdesignerin, deren Arbeit nicht nur starke Formen, sondern auch schlagfertigen Humor nutzt, um clevere visuelle Lösungen zu entwickeln. Sie studierte an der ArtEZ in Arnheim, Niederlande und hat Workshops mit Studentinnen und Studenten in den Niederlanden, Großbritannien und China geleitet. Nach sechs Jahren Erfahrung in der renommierten niederländischen Designfirma LAVA entschied sie sich, das Büro in Amsterdam zu verlassen, um ihr Glück in China zu versuchen, wo sie 2013 ihr eigenes Büro gründete. Ihr praxisorientierter Designansatz kam besonders bei Lavas Projekt „Mobile Design Agency“ zum Tragen, das für das „Most Creative Project“ ausgezeichnet und in Manchester, der Biennale Venedig und Shanghai ausgestellt wurde. Lava Beijing arbeitet an vielen kulturellen Projekten in China. In ihrer Arbeit versuchen sie, östliche und westliche visuelle Kultur auf eine interessante Weise zu verbinden. Zu ihren Kunden gehören die Beijing Design Week, die französische, schweizerische, australische und niederländische Botschaft, Sanlitun Taikoo Li und das Moskauer Designmuseum.

Heavenly North
Heavenly North ist ein Kollektiv, das von Yu Gong, einem Journalisten und Dokumentarfilmer, und Zhixuan, einem Bildhauer ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam erforschen sie die Stadtentwicklung Pekings im Norden und die Idee einer konservierten und dennoch kurzlebigen utopischen Zukunft mit einer Reihe von Kunstwerken rund um Mao Zedongs berühmtestes Gedicht "Schnee".

Zhang Han ist Mitbegründerin von Maison h und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung als Architektin und Unternehmensberaterin im In- und Ausland. Maison h ist ein multidisziplinäres Architekturbüro mit Sitz in Peking und den Niederlanden. „Die Natur, Architektur und die Umwelt mit natürlichen Verhaltensweisen in Einklang zu bringen“ ist ein Gestaltungskonzept, an das sich Maison h seit jeher hält. Zu diesem Zeitpunkt haben sie 10 Projekte in China und 4 Projekte in Europa abgeschlossen, darunter die Gestaltung des öffentlichen Raums an der Tsinghua-Universität und die Gestaltung eines privaten Zoos in den Niederlanden. Zhang Han ist zudem leitende Herausgeberin bei ArchDaily China, die für die Vermittlung chinesischer Architekturbüros auf internationalen Bauplattformen verantwortlich ist. Mit einem Bachelor-Studium der Betriebswirtschaft und einem Master-Studium der Architektur an der University of Melbourne fungiert sie sowohl als Architektin als auch als Geschäftsführerin. 
 

 

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