Ausstellung Stadt am Rande
transmediale Berlin zu Gast

Veranstalter: Goethe-Institut China, Today Art Museum
Kooperation: transmediale, Berlin, in Zusammenarbeit mit Gallery Art Claims Impulse
Sponsoren: Hainan Airlines, SAMSUNG
Kuratoren: Pierre Wolter,Melanie Zagrean
Spezieller Gast: Stephen Kovats (Künstlerischer Leiter, transmediale)  
Eingeladene Künstler: Bengt Sjölen,Julius von Bismarck
Alle Künstler: Miles Chalcraft, Martin Howse, Maria Vedder, Michelle Teran, Julian Oliver, Mader | Stublic | Wiermann, Matthias Fitz, Dave Ball, Tudor Bratu, Andreas Fischer & Benjamin Maus, Bengt Sjölén & Adam Somlai-Fischer, Boredomresearch, Niklas Goldbach, Marc Aschenbrenner, Marcellvs L., Julius von Bismarck

Eröffnung: Sonntag, 15.8.2010, 16.00 Uhr  
Öffnungszeiten: Mon. bis So. 10-17 Uhr


Am 15.8.2010 wird die Ausstellung „Stadt am Rande – transmediale Berlin zu Gast“ im Today Art Museum in Peking eröffnet. Diese Ausstellung wird vom Deutschen Kulturzentrum Peking - Goethe-Institut China gemeinsam mit dem Today Art Museum und transmediale Festival in Berlin veranstaltet, gefördert durch Hainan Airlines und SAMSUNG.

Die künstlerische Leitung der „transmediale“ Stephen Kovats, beide Kuratoren dieser Ausstellung Pierre Wollte und Melanie Zagrean, sowie die Künstler Bengt Sjölen und Julius von Bismarck werden auf Einladung des Goethe-Instituts anwesend sein. Die Ausstellung dauert bis zum 28.8.

Diese Ausstellung zeigt eine Auswahl von Kunstwerken von vorrangig in Berlin ansässigen Künstlern, die unterschiedliche Aspekte, Texturen, und Subtexte einer sich ständig in Bewegung befindenden urbanen Topologie erkunden, einer Topologie, die Individuen, Netzwerke und Strukturen beherbergt, die ihrerseits nach Identitätsfindung, Definition, Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit streben.

In diesem Kontext widmen sich die Arbeiten von Michelle Teran, Maria Vedder, Niklas Goldbach, und Marc Aschenbrenner oft unsichtbaren menschlichen Spuren, Netzwerken, Grenzen und Schwellen der topologischen Struktur einer Landschaft. Während die Arbeit der diesjährigen Preisträgerin Michelle Teran virtuelle soziale Netzwerke und Inhalte zu visualisieren versucht, indem sie sie in einer Performance in einer Landschaft einbettet, widmet sich Maria Vedder's Arbeit tatsächlichen und gefühlten Grenzen sowie vorübergehenden Nicht-Räumen einer Landschaft.

Marc Aschenbrenner's und Niklas Goldbach's Arbeiten zeigen fast apokalyptische Landschaften, die humanoide Formen in sich bergen, vereinsamte menschliche Skulpturen oder Klone, die sich der entfremdeten urbanen Topologie anzupassen scheinen.

Die Arbeiten von Martin Howse und Tudor Bratu widmen sich der menschlichen Kommunikation und der Flüchtigkeit der Spuren, die diese in der Landschaft zu hinterlassen scheinen. Die Arbeiten versuchen, diese festzuhalten und sie in eine interaktive performative Erfahrung umzuwandeln. Die Idee der Kommunikation beschäftigt auch Bengt Sjolén, Adam Somlai Fischer und Matthias Fitz, jedoch verlegen sie den Fokus auf digitale Kommunikation und die Visualisierung der Strukturen auf denen diese fußt. Ähnlich widmet sich die Arbeit von boredomresearch virtuellen und materiellen Kommunikationsstrukturen in einer Installation, die eine ungewöhnliche Art von langsamer Kommunikation vorschlägt.

Mader Stublic Wiermann, Julius von Bismarck, Marcellvs L., Julian Oliver, Miles Chalcraft, und Dave Ball erkunden in ihren Arbeiten die physische Landschaft, teils auf humorvolle Weise, erweitern diese, drehen sie um, brechen sie. Sie spielen mit der Wahrnehmung und erzeugen winzige Risse, welche die voreingenommene Perspektiven stören, die unterschiedliche Facetten aufdecken, die den Geist und das Auge herausfordern.

Obwohl Berlin einigen Kunstwerken als Metapher, als Kulisse oder als Plattform dient, schieben sich die typischen Merkmale der Stadt an den Rand der Perspektive. Die Idee einer urbanen Topologie wird neu definiert und erweitert, indem die Perspektive sich dem Subtilen, dem Unaufdringlichen, dem Versteckten, der Vorstellung, dem Flüchtigen zuwendet.

Mit dieser Ausstellung hofft das Goethe-Institut China, einen Diskurs über die Stadt Peking hervorzurufen. Beijing und Berlin, beide Städte sind Hauptstädte und Kulturzentren eines Staates. Beide haben in der Weltgeschichte große Auswirkungen gehabt. Die künstlerische Praxis mit transmedialen als Mittel von Berlin könnte Peking als Beispiel für die künftige Erkundung urbaner Kultur dienen.

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