Goethe Open Class 2019 GOETHE OPEN CLASS 2019 - "The Impact of Arts Institutions"

Arts Management and Society © AKuB

Datum: Sa, 28.09.2019, 14:00–16:00 Uhr

Abteilung Kultur und Bildung

101 Cross Tower, 318 Fu Zhou Road
Shanghai

Heute wird von den Kulturmanagern in allen Bereichen der Künste erwartet, soziale Wirkung zu erzeugen und ein breiteres und bunteres Publikum zu erreichen. Kultureinrichtungen wurden zu Orten für Events und Begegnungen, für Bildung und Partizipation und müssen etwas dafür tun, dass es der Öffentlichkeit „dort“ gefällt. Kultureinrichtungen müssen sich durch vielfältige Netzwerke und die digitalen Medien weiter ausbreiten und sind gefordert, diese symbolischen, sozialen Verknüpfungen zu kommerzialisieren.

In Zusammenarbeit mit Shanghai Dramatic Art Center, WhyWhyArt sowie Shanghai Imperial Language Service Co, Ltd., präsentieren wir Ihnen die 3. Ausgabe der Goethe Open Class 2019. Sie können diesen Workshop entweder bei uns im Institut besuchen oder ihn als live stream auf Yizhibo verfolgen.

Chris Dercon
Chris Dercon


Chris Dercon ist Historiker, Dokumentarfilm-Regisseur und Kunstschaffender. Im April 2011 wurde er zum Intendanten der Tate Modern Gallery in London ernannt. Außerdem war er bereits als Direktor des Hauses der Kunst in München, des Boemans Van Berningen Museum in Rotterdam und des Witt DeWitz Contemporary Art Centre in Rotterdam sowie als Projektleiter des P.S.1 Contemporary Art Centre New York tätig. Von 2017 bis 2018 war er Intendant der Volkbühne Berlin. Er ist Herausgeber und Autor einer Vielzahl an internationalen Katalogen, Kunst-Publikationen und Interviews und hielt bereits weltweit Vorlesungen.
Schon seit geraumer Zeit liegt sein Arbeitsschwerpunkt u.a. auf alten und neuen Textilien. Dazu betrieb er ausgedehnte kulturelle Studien und Kooperationen mit Kulturproduzenten in Brasilien (1988), Nord-Afrika/ Levant (1992), Japan (1993), China (1999), Indien (2005) und zuletzt in West-Afrika, der Golf-Region und Saudi-Arabien.
 
Huiqing Zhang (Jackie)
Zhang Huiqing


Huiqing ZHANG (Jackie) studierte an der East China University Politikwissenschaft und Jura, mit einer Spezialisierung auf Wirtschaftsrecht. Sie ist die Intendantin und Parteisekretärin des Shanghai Dramatic Arts Centre (SDAC), Vorstandsmitglied des Shanghai International Dance Theatre Management Co., Vertreterin im Bezirksrat des Xuhui-Bezirks in Shanghai sowie stellvertretende Direktorin der Shanghai Association of Performing Arts. j
Das Shanghai Dramatic Arts Centre spielt im Bereich der performativen Künste eine Schlüsselrolle in Shanghai und ist in den letzten zwei Jahrzehnten auf diesem Gebiet zu einem Ort großer geschäftlicher Innovationen und künstlerischer Leistung geworden. Das SDAC ist nicht nur ein Aushängeschild für die Stadt Shanghai, sondern auch führend in China. Jackie Zhang ist die erste Direktorin einer so großen nationalen Institution im Bereich darstellende Kunst, die eine rechtswissenschaftliche Bildung aufweisen kann; ein immer noch einzigartiger Aspekt innerhalb der üblichen chinesischen Kulturwirtschaft.
In ihrer bereits 15-jährigen Erfahrung als Kulturmanagerin entwickelte Jackie Zhang den „actor’s club“, ein Managementsystem für das Ensemble des SDAC, und beschritt damit neue Wege innerhalb der Managementstrukturen von chinesischen Institution im Bereich der darstellenden Künste. Dieses System erneuert und stimuliert bereits bestehende Gehalts- und Produktionssysteme in kulturellen Unternehmungen und gilt als Novum innerhalb der chinesischen Kulturwirtschaft. Darüber hinaus sorgte sie für die Verbreitung und Weiterentwicklung des "Projekt-Produzenten-Systems" des SDAC, ein System, das Teams ermöglicht, aus sich heraus eine eigene Produktivität zu generieren, ohne dass diese von oben vorgeben wird.
Im Kontext der wachsenden Bedeutung kulturellem Investments in China in den letzten Jahren etablierte Jackie Zhang innerhalb des Portfolios des SDAC fünf zentrale Projektreihen, in denen jährlich über 60 Produktionen und über 1000 Aufführungen realisiert werden. Diese Produktionen reisen ebenfalls zu Festivals und anderen Schauspielhäusern, oftmals als Teil internationaler Kollaborationen. Für die chinesische Kultur bieten sich dadurch vielfältige Möglichkeiten, sich auf dem internationalen Parkett zu präsentieren. Ihre Strategie, mit der sie das SDAC mit seiner 70-jährigen Geschichte und seinem kulturellen Angebot als „Non-for-Profit-Organisation“ betreibt, gilt als ein sehr neues Konzept in chinesischen Kulturinstitutionen. Ihre Vorgehensweise erhält jedoch die zentralen Werte eines Theaters mit hauseigener Produktion aufrecht. Es werden neue Stücke produziert wie auch zeitgenössische Adaptionen und künstlerische Experimente gefördert.
 
ACT Shanghai International Theatre Festival
ACT Poster

Das ACT Shanghai Theatre Festival (ACT) wird jährlich vom Shanghai Dramatic Arts Centre (SDAC) veranstaltet und dient als Plattform sowohl für internationale als auch chinesische performative Künstlerinnen und Künstler. Es bringt dem chinesischen Publikum spannende zeitgenössische Theaterproduktionen aus aller Welt näher und bietet zeitgleich eine Möglichkeit für Kreative, sich auszutauschen und internationale Netzwerke aufzubauen.
Seit Beginn des Festivals im Jahr 2005 werden jedes Jahr zu unterschiedlichen Themen Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt in Shanghai willkommen geheißen. Im letzten Jahrzehnt wurden Arbeiten aus über 50 Ländern und Regionen gezeigt, mit insgesamt über einer halben Million Zuschauern. Neben dem Hauptprogramm auf der Bühne werden Begleitprogramme wie Workshops, Publikumsgespräche, Seminare und andere öffentliche Veranstaltungen angeboten, um sich inspirieren zu lassen und um einen gedanklichen Austausch zwischen Kreativen und Publikum zu ermöglichen.
 
CALL TO ACTION – Aufgaben für den Workshop Nr. 3
Alle Teilnehmenden werden darum gebeten, vor Workshopbeginn die folgenden Fragen vorzubereiten:
1) Wie sollten sich Ihrer Meinung nach Kulturinstitutionen sozial engagieren? Bitte nennen Sie drei Möglichkeiten.
2) Welche Funktionen erfüllen Museen? Welchen Zweck haben Theater? Bitte nennen Sie zwei Punkte je Institution.
3) Wie könnte ein nachhaltiges Geschäftsmodell für eine Kulturinstitution aussehen? Wie wäre es strukturiert?
4) Wie können Kulturinstitutionen Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft nehmen?
 
Wenn Sie an der Goethe Open Class 2019 in der Abteilung Kultur und Bildung (Fu Zhou Lu 318) teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte vorher über diesen Link an: http://hdxu.cn/NTtCk 


 

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