Ausstellung Alternatives to Ritual

Alternatives to Ritual

Präsentiert von der Abteilung Kultur und Bildung (AKUB) des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland Shanghai
Öffnungszeiten: 10:30 bis 18:00 (Mo.-Fr.) und von 13:00 bis 17:00 (Sa). Sonntags geschlossen.

Kuratorische Assistenz: Grace Tng
Kontakt für weitere Informationen: Gao Jing
jing.gao@shanghai.goethe.org

Wie können Ausstellungen heute als offene und dynamische Ressource fungieren? So lautet die Frage, die wir uns in der Zusammenarbeit mit Künstlern, Kuratoren und anderen Teilnehmern in den nächsten Monaten stellen werden. Unter dem Titel Alternatives to Ritual laden wir Künstler ein, die sich bereits an der Diskussion über Kunstsysteme und deren Werte und die unterschiedlichen Beziehungslevels in der zeitgenössischen Kunst beteiligt und in unterschiedlichen Formen dazu ausgestellt haben. Die Künstler nutzen dabei verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten – visuelle Medien, Audiotechnik und andere darstellende Medien als Werkzeuge ihrer künstlerischen Tätigkeit.

Die Künstler untersuchen den Einfluss von kulturellen Konstruktionen und sozialen Strukturen auf die individuelle Identität sowie auf die Kunst in China. Ebenso möchten sie Beziehungsgeflechte im System aufweisen, die wir dringend hinterfragen sollten. Die Künstler beschäftigen sich damit, wie verschiedene Ausstellungsformate, Inhalte und Bedingungen persönliche Einstellungen zu unseren sozialen Konstruktionen widerspiegeln.

Die Ausstellung versucht eine Diskussion wieder in Gang zu bringen, die bereits in den 80er Jahren über die Beziehungen zwischen Institutionen, institutionellen Formaten und Ausstellungen in China geführt wurde. Sie wurde jedoch für ca. eine halbe Dekade unterbrochen und erst Mitte der 90er Jahre wieder fortgesetzt. Im Jahre 2000 jedoch ist sie erneut eingeschlafen und seit dem kaum mehr wieder erwacht, was nicht zuletzt an der Institutionalisierung der Kunstszene und ihrer marktgetriebenen Existenz liegen mag. Letzteres bildet auch heute noch die stärkste Kraft.

Alternatives to Ritual versucht einen Weg zu finden, der sich den aktuellen Riten der Kunstproduktion und dominanten Blickweisen auf Kunst widersetzt. Dies geschieht, indem auf alternative Formen individuellen künstlerischen Schaffens und neue Wege des Engagements verwiesen wird. Die Künstler beschäftigen sich mit der AKUB als Institution und seinen verschiedenen Aspekten und Strukturen. Dies geschieht durch öffentliche Gespräche, Nutzung der Homepage und Bibliothek sowie der Beschäftigung mit der Geschichte des Instituts um nur einige Formen zu nennen. Die gesamten Räumlichkeiten der AKUB werden genutzt – von der Veranstaltungsfläche bis zu den angrenzenden Büroräumen.

Neben der Ausstellung wird die AKUB ein Ort für geschlossene Diskussionen nach Öffnungsschluss sein und den Ausstellungsraum in einen semi-privaten Treffpunkt verwandeln. Die organisierten Diskussionen mit dem Ziel, unser (Kunst- und Kultur-)System und seine Methoden zu hinterfragen, finden in kleinen Gruppen mit eingeladenen Gästen statt.

Diskussionsrunden werden in Zusammenarbeit mit PDF artists independent e-journal organisiert.

Über Goethe Open Space

Das Ausstellungsprojekt Goethe Open Space ist ein Projekt der Abteilung Kultur und Bildung des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland. Es zielt zum einen darauf, jungen aufstrebenden Künstlern einen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sie Ihre Denk- und Arbeitsweise darstellen können und zum anderen darauf, den Dialog zwischen Deutschland und China im Bereich der zeitgenössischen darstellenden Kunst zu stimulieren.

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