Filmvorführung mit Einführung Der schweigende Stern

Filmstill von "Der schweigende Stern" ©DEFA_Stiftung_Waltraut Pathenheimer

So, 24.03.2019

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Zeit: 24.03.2019, 14:00-15:45
Ort: Goethe-Institut China
(Originality Square, 798 Art District, No. 2 Jiuxianqiao Road, Chaoyang District, Beijing)
Teilnehmende Gäste: Georg Seeßlen
Sprache (Einführung): Deutsch mit chinesischer Konsekutivverdolmetschung
Sprache (Film): Deutsch mit chinesischen Untertiteln
Eintritt frei
 
Deutsche Demokratische Republik / Volksrepublik Polen | 1960 | 93 Min.
Science-Fiction-Film | Farbe
Regie: Kurt Maetzig
Film basiert auf dem Roman "The Astronauts" (1951) von Stanislaw Lem
Altersfreigabe: FSK 12
 
Inhalt: Wir schreiben das Jahr 1985. Während eines massiven Bauprojekts zur Bewässerung der Wüste Gobi wird zufällig eine mysteriöse Spule mit magnetischen Eigenschaften entdeckt. Als das Team von Ingenieuren, die die Spule untersuchen, erkennt, dass es aus außerirdischen Materialien besteht, kommt ein internationales Team von Wissenschaftlern zusammen, um den Ursprung der Spule zu bestimmen. Letztendlich überzeugt, dass die Spule von der Venus kommt, begeben sich die Wissenschaftler auf eine gefährliche Mission zur Venus in der Hoffnung, ihre Schöpfer zu treffen. Ihre Entdeckung wird jedoch viel bedrohlicher als ursprünglich angenommen - vor allem, als sie erfahren, dass die Existenz der Menschheit auf dem Spiel steht. Als erster Science-Fiction-Film aus der Deutschen Demokratischen Republik und der Polnischen Volksrepublik ist "Der schweigende Stern" eine fantasievolle Spekulation über die Zukunft während der Sowjetzeit und eine scharfe Kritik am atomaren Krieg kurz vor dem Höhepunkt des Kalten Krieges.
 
Kurt Maetzig (1911 – 2012) war ein deutscher Filmregisseur. Er prägte maßgeblich den Film der DDR. Zudem war er einer der Schlüsselfiguren bei der Gründung des ostdeutschen DEFA Film Studios. Sein Werk als Regisseur umfasst neben Beiträgen für die Wochenschau 23 Spielfilme und sechs Dokumentarfilme. „Der schweigende Stern“ war der erste Science-Fiction-Film aus der DDR.
 
Georg Seeßlen ist Autor, Feuilletonist, Cineast sowie Film- und Kulturkritiker. Seine Kritiken einzelner Filme sowie seine Bücher sind stets auch kritische Auseinandersetzungen mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. In neueren Veröffentlichungen wie „Orgasmus und Alltag“ setzt sich Seeßlen auch mit dem Fernsehen auseinander, außerdem mit aktuellen politischen Ereignissen und Prozessen. Er war Dozent an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland und arbeitet als freier Autor u. a. für „epd Film“, „Frankfurter Rundschau“, „Der Tagesspiegel“, taz und „Die Zeit“. 
           
Kommentar des Kurators: Der erste von zwei großen Science Fiction-Filmen aus der DDR ist in vielen Aspekten ein direkter Kommentar zur Lage der Welt in der Zeit des „Kalten Krieges“.

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