Filmvorführung mit Einführung Frau im Mond

Filmstill © "Frau im Mond"

Sa, 23.03.2019

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Zeit: 23.03.2019, 14:15-16:56
Ort: Goethe-Institut China
(Originality Square, 798 Art District, No. 2 Jiuxianqiao Road, Chaoyang District, Beijing)
Gast: Georg Seeßlen
Sprache (Film): Deutsch mit chinesischen Untertiteln
Eintritt frei
 
Deutschland | 1929 | s/w | 163 Min
Regie: Fritz Lang

Manfeldt, Experte für Mondwissenschaften, ist sicher: Auf dem Mond gibt esgroße Goldvorkommen. Sein größter Traum ist es, eine Expedition zum Mond zu unternehmen, um seine Theorie zu beweisen. Raumfahrtingenieur Helius teilt diesen Traum. Mit dem Ingenieur Windegger und seiner Verlobten Friede, in die Helius heimlich verliebt ist, arbeitet er bereits auf Hochtouren an einer imposanten Raumschiffrakete für die erste Reise auf den Mond. Als Manfeldt und seine beiden verliebten Gefährten endlich den Mond erreichen, gerät die gesamte Besatzung durch eine Verkettung verhängnisvoller Ereignisse in große Gefahr.

Georg Seeßlen ist Autor, Feuilletonist, Cineast sowie Film- und Kulturkritiker. Seine Kritiken einzelner Filme sowie seine Bücher sind stets auch kritische Auseinandersetzungen mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. In neueren Veröffentlichungen wie „Orgasmus und Alltag“ setzt sich Seeßlen auch mit dem Fernsehen auseinander, außerdem mit aktuellen politischen Ereignissen und Prozessen. Er war Dozent an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland und arbeitet als freier Autor u. a. für „epd Film“, „Frankfurter Rundschau“, „Der Tagesspiegel“, taz und „Die Zeit“. 
 
Kommentar des Kurators:
Der zweite SF-Film von Fritz Lang, und in seiner positivistischen Technik-Darstellung - entstanden in enger Zusammenarbeit mit der realen Raketentechnik - ein Gegenbild zu METROPOLIS, lässt sich als Blaupause der „Space Opera“ sehen. Doch auch hier steckt eine moralische Erörterung im Kern: Der technische Triumph ist nicht zu haben ohne das menschliche Opfer. Profitieren konnte der Film von der Begeisterungswelle für Raketentechnik und Raumfahrt in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre, die vor allem durch Hermann Oberths grundlegendes Werk „Die Rakete zu den Planetenräumen“ (1923) ausgelöst worden war.

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