Ausstellung Apples for Sale: The Parallel Worlds and Queer Lives of Hong Kong’s Housemaids

Apples for Sale by Rebecca Sampson © Rebecca Sampson

Datum: 24.05.2019 bis 25.08.2019

Abteilung Kultur und Bildung

101 Cross Tower, 318 Fu Zhou Road
Shanghai

Fotoausstellung von Rebecca Sampson
Eröffnung: Donnerstag, 23. Mai, 19 Uhr bis 21 Uhr


Apples for Sale beleuchtet das Leben indonesischer Hausmädchen, die in Hongkong in einer weiblichen Parallelgesellschaft leben. In einem ausschließlich weiblichen sozialen Umfeld beginnen sie eine Art von Rollenspiel. Die männlichen Rollen werden von Tomboys übernommen – Frauen, die sich maskulin kleiden und geben. Liebevoll zurechtgemachte Puppen ersetzen die fehlenden Kinder. Das strenge Korsett ihrer Lebenssituation als Arbeitsmigrantinnen erschwert den Frauen eine selbstbestimmte Gestaltung ihres Lebens. Die Hausangestellten sind, wie andere junge Frauen auch, auf der Suche nach Bestätigung, Sinn und Individualität.

Da die Hausangestellten sich nur an einem Tag in der Woche frei in Hongkong bewegen können, verschiebt sich ihr sozialer und kultureller Raum immer mehr in die virtuelle Welt von Facebook. Dort sind dem individuellen Ausleben ihrer Persönlichkeit keine Grenzen gesetzt.
 
Entstanden ist ein umfangreiches multimediales Werk. Fotografien und Erzählungen der Künstlerin werden mit Bildern und Texten von Dritten verwoben, Videos werden projiziert und laufen auf programmierten Mobiltelefonen. Das frisch veröffentlichte Buch zur Ausstellung bezieht diese verschiedenen Ebenen mit ein und ermöglicht dem Betrachter einen „360 Grad-Zugang“ zu dieser eigenartigen Welt.

Die Recherche für das Projekt Apples for Sale wurde im Rahmen des Programms Grenzgänger China – Deutschland der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin gefördert. 


REBECCA SAMPSON
 
Rebecca Sampson © Rebecca Sampson Rebecca Sampson ist eine in Berlin lebende deutsch-amerikanische Fotografin. Ihre Leidenschaft gilt der Reportage Fotografie und dem Visual Storytelling. In Ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit gesellschaftlich relevanten Themen - von der afrikanischen Drogendealer-Community in Berlin über blinde Profifußballspieler bis hin zu einer innovativen Methode, die Fotografie als therapeutisches Mittel zur Behandlung von Essstörungen einsetzt .
Sie ist Preisträgerin von „gute aussichten - junge deutsche fotografie“ und Stipendiatin des Foam Museum Amsterdam, der Robert Bosch Stiftung sowie des Literarischen Colloquium Berlin (LCB).  Ihre Arbeiten wurden u.a. im Museum "Deichtorhallen / Haus der Photographie " in Hamburg, im " Willy Brandt Haus " Berlin und international in Amerika, Indien, Luxemburg, Mexiko, Niederlande, Polen, Österreich und Zypern gezeigt.
 

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