教育与知识 “做好加入德国科研体系的准备”

来自肯尼亚的穆奇拉在莱比锡大学攻读博士学位。
来自肯尼亚的穆奇拉在莱比锡大学攻读博士学位。 | © 穆奇拉

联邦政府希望提高外国留学生的数量,但有大量留学生中途辍学。德意志学术交流中心(DAAD)的盖哈特•罗伊尔(Gebhard Reul)向我们介绍了德国高校能为社会融合做出哪些贡献。

       罗伊尔先生,您是德意志学术交流中心人员流动与辅导项目处的负责人。德国高校在建设欢迎文化、吸引更多外国留学生方面做得怎么样?

       外国留学生一直是德国高校的重要目标群体之一,而在过去多年里,德国高校也越来越注重欢迎文化的建设。当然,这肯定也和德意志学术交流中心2003年设立的联邦外交部拨款专项计划分不开:这个奖学金与辅导项目(简称Stibet)针对外国留学生和博士生,专为各类辅导活动提供资金支持,其中既有新生入学介绍活动,也有导师项目和郊游活动。此外,高校还可利用这个平台为外国留学生和博士生颁发奖学金。Stibet项目广受欢迎,目前共吸引了260多家德国高校参与。除高校举办的各种活动之外,还有许多由学生自发组织、旨在帮助外国留学生融入校园生活的活动。

德语对许多人是拦路虎

       德意志学术交流中心2014年的一份调查结果显示,在德国的外国留学生中约有40%提前中止了学业。“Stibet”项目希望阻止这一趋势。那么现在是否已经有效果了?

       2014年,我们对Stibet项目进行了评估。大多数参与项目的高校称,毕业奖学金的设立的确减少了中途辍学的人数。不过,迎新活动也让大学生受益匪浅,使他们从专业上对即将开始的学业做好准备。因为许多学生来自科研文化和学习文化完全不同的国家:比如,世界上许多地方的高校会在一个学期中安排多次考试,并且是穿插在整个学期当中。因此,来自这些国家的学生面临的首要挑战就是在进入德国大学之后调整自己的学习方法,努力在学期结束时一次性通过考试。因此,我们也为奖学金生举办入学迎新活动,帮助他们做好适应德国的学习和科研体系的准备。

       当留学生试图了解德国的高校体系时,语言障碍在其中扮演了怎样的角色?

       德语对许多留学生来说可以说是一只拦路虎。一方面是因为德国和其他国家的考试评估机制不同。因此,并非所有拿到 C1证书的大学生在语言上都真正达到了这个水平。另一方面,虽然大多数留学生的语言足以应付日常生活,但却达不到专业水平,而专业语言恰恰是他们在学习中要用到的。不过,即便是那些采用英语教学的专业的外国留学生,如果能够学会德语,也会让他们学习起来更加游刃有余。因此,我们要求所有说英语的 DAAD 奖学金生都必须学德语,这可以帮助他们更好地融入校园生活并取得更好的学习成绩。

做好辅导工作

  • Iryna Shymbra aus der Ukraine studiert Literatur und Medien und war 2014 als Erasmus-Studentin an der Universität Bamberg. © Iryna Shymbra
    Iryna Shymbra aus der Ukraine studiert Literatur und Medien und war 2014 als Erasmus-Studentin an der Universität Bamberg.

    „Das Studium in Deutschland war am Anfang etwas kompliziert. Ich hatte Probleme, die Fachsprache in den Vorlesungen zu verstehen, und es war eine Herausforderung, wissenschaftliche Artikel zu lesen. Meine Wörterbücher haben mir zum Glück geholfen. Jetzt mache ich meinen Master in Deutschland. Ich versuche, mit meiner Mitbewohnerin deutsch zu sprechen. Es gibt zwar auch die Möglichkeit, mit einem Lernpartner zu arbeiten, aber dafür habe ich mich zu spät beworben.“
  • Abdoulaye Samake aus Mali hat seine Magisterarbeit an der Leibniz Universität Hannover vorbereitet. © Abdoulaye Samake
    Abdoulaye Samake aus Mali hat seine Magisterarbeit an der Leibniz Universität Hannover vorbereitet.

    „Ich bin von Anfang an sehr gut an der deutschen Hochschule zurechtgekommen und hatte keinerlei Probleme, mich zu verständigen. Das könnte daran liegen, dass ich Germanistik studiert habe, und dadurch auch schon Kontakte zu Deutschen hatte. Das International Office hat mich mit Rat und Tat unterstützt und mir anfangs sogar Geld geliehen, als mein Stipendium noch nicht ausgezahlt worden war. Es gab auch Veranstaltungen, auf denen ich Kontakte zu anderen Studenten knüpfen konnte. Das war sehr hilfreich.“
  • Lu Bai aus China studierte an der Freien Universität Berlin Ethnologie und Niederlandistik. © Lu Bai
    Lu Bai aus China studierte an der Freien Universität Berlin Ethnologie und Niederlandistik.

    „Im Großen und Ganzen kam ich an der deutschen Uni gut zurecht. Die akademische Sprache, die einige Professoren und Studenten verwendeten, unterschied sich allerdings von dem Deutsch, das ich im Unterricht gelernt hatte. Neu war für mich das Schreiben von Hausarbeiten. Die wichtigsten Informationen dazu bekam ich aber im Deutschkurs an der Uni. Zum Glück gab es an meinem Fachbereich auch ein hilfreiches Tutorium für ausländische Studenten. Außerdem hatte ich deutsche Freunde, die mir sehr halfen.“
  • Alessandro Vallone aus Italien studiert Maschinenbau und verbringt ein Erasmus-Jahr am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).„Meine Kurse sind meist auf Deutsch, und auch im Alltag ist die deutsche Sprache sehr wichtig. Die Gruppenaktivitäten sind ebenfalls wichtig, nicht nur um neue Menschen kennenzulernen, sondern auch um die Sprache stärker zu verinnerlichen. Was uns am Anfang gefehlt hat, waren Kenntnisse der Gesetze und Regeln, die in Deutschland gültig sind. Zum Beispiel: Wie funktioniert der Wohnungsmarkt? Was ist eine Steuernummer? Da würde ich mir mehr Unterstützung wünschen.“ © Alessandro Vallone
    Alessandro Vallone aus Italien studiert Maschinenbau und verbringt ein Erasmus-Jahr am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

    „Meine Kurse sind meist auf Deutsch, und auch im Alltag ist die deutsche Sprache sehr wichtig. Die Gruppenaktivitäten sind ebenfalls wichtig, nicht nur um neue Menschen kennenzulernen, sondern auch um die Sprache stärker zu verinnerlichen. Was uns am Anfang gefehlt hat, waren Kenntnisse der Gesetze und Regeln, die in Deutschland gültig sind. Zum Beispiel: Wie funktioniert der Wohnungsmarkt? Was ist eine Steuernummer? Da würde ich mir mehr Unterstützung wünschen.“
  • Anna Khitrova aus Russland macht ihren Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). © Anna Khitrova
    Anna Khitrova aus Russland macht ihren Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

    „Ich komme an der Uni sprachlich gut zurecht. Die einzige Schwierigkeit ist, dass man in Russland anders lernt als in Deutschland: Hier haben die Studenten mehr Freiheiten, und ich musste erst verstehen, dass ich viel zu Hause und in der Bibliothek lernen muss. Eigentlich finde ich das besser, aber es war einfach neu. Es gibt an der Uni auch Tutoren und andere Menschen, die mir bei Problemen helfen können.“
  • David So aus der Elfenbeinküste hat ein Bachelor in Germanistik an der Universität Bamberg gemacht und studiert nun Geschichte (Master). © David So
    David So aus der Elfenbeinküste hat ein Bachelor in Germanistik an der Universität Bamberg gemacht und studiert nun Geschichte (Master).

    „Der Vorteil an der Uni ist, dass die Dozenten deutlich und langsam sprechen. Die Kommilitonen dagegen verwenden manchmal Dialekt, dann verstehe ich nicht alles. Schwierig war es für mich am Anfang beispielsweise Referate mit PowerPoint vorzubereiten. Und ich fand es auch nicht leicht, mir selbst einen Stundenplan zu erstellen, denn in meiner Heimat gibt man Studenten das Studienprogramm vor. Zum Glück hatte ich gute Freunde und Dozenten, die mir halfen.“
  • Olga Blanuta aus Moldawien macht an der Universität Trier ihren Master in Wirtschaftswissenschaften. © Olga Blanuta
    Olga Blanuta aus Moldawien macht an der Universität Trier ihren Master in Wirtschaftswissenschaften.

    „Mein Studiengang ist englischsprachig und in meiner Gruppe sind viele russischsprachige Studenten, so dass ich an der Uni kaum Deutsch brauche. Aber ich besuche einen Deutschkurs und versuche, viel mit den deutschen Kommilitonen zu sprechen, um mein Deutsch zu verbessern. Wir werden persönlich durch Tutoren betreut, und bei Problemen helfen die Professoren weiter. Außerhalb der Uni spreche ich mehr Deutsch. Wenn ich dann etwas nicht verstehe, frage ich nach. Und zur Not kann ich ins Englische wechseln.“
  • Ayoub Mchayaa aus Tunesien bereitet sich an der Brandenburgisch Technischen Universität (BTU) Cottbus in einem Deutschkurs auf den Bachelor in Medizintechnologie vor. © Ayoub Mchayaa
    Ayoub Mchayaa aus Tunesien bereitet sich an der Brandenburgisch Technischen Universität (BTU) Cottbus in einem Deutschkurs auf den Bachelor in Medizintechnologie vor.

    „Ich verstehe an der Uni fast alles und finde es nicht schwer, Deutsch zu sprechen. Mit dem Schreiben habe ich aber Probleme, zum Beispiel wenn wir im Deutschkurs Grafiken beschreiben müssen. Schön finde ich, dass es an der BTU eine Anlaufstelle für ausländische Studenten gibt. Wenn ich eine Frage habe, gehe ich dorthin. Einmal haben wir auch eine Exkursion in die Alpen gemacht, das war super.“
  • Rachel Muchira aus Kenia war in einem Sommerkurs an der Universität Bremen und promoviert jetzt an der Universität Leipzig. © Rachel Muchira
    Rachel Muchira aus Kenia war in einem Sommerkurs an der Universität Bremen und promoviert jetzt an der Universität Leipzig.

    „Im Sprachkurs waren Teilnehmer aus der ganzen Welt, und ich habe unglaublich viel gelernt. Die Hochschule hat sich um die Organisation unseres Lebens gekümmert, das war unproblematisch. Doch wenn man zum Masterstudium oder zur Promotion hier ist, ist das nicht so einfach. Dann muss sich dann um alles selbst kümmern. In meinem Büro in Leipzig und auch beim Bürgeramt wird nur Deutsch gesprochen. Für mich persönlich ist das aber kein Problem, weil ich Germanistik studiert habe.“
  • Victor Sardenberg aus Brasilien macht seinen Master in Architektur an der Städelschule in Frankfurt am Main. © Victor Sardenberg
    Victor Sardenberg aus Brasilien macht seinen Master in Architektur an der Städelschule in Frankfurt am Main.

    „Ich würde gerne Deutsch lernen, aber meine Ausbildung ist zu aufwendig. Bisher kann ich mir gerade einmal ein Bier auf Deutsch bestellen. Ich dachte, es sei schwieriger, ohne deutsche Sprachkenntnisse klar zu kommen, aber es gibt viele internationale Studenten in meiner Schule. Das größte Problem ist die Bürokratie: Ich habe viel Geduld benötigt, als ich mich einschreiben wollte. Aber es wäre schade, hier zu leben, und kein Deutsch zu sprechen. Deswegen möchte ich nach meinem Abschluss die Sprache lernen.“ (aus dem Englischen übersetzt)

       德国高校采取了哪些项目和措施来帮助外国留学生呢?

       在这方面有不少好的想法。在Stibet项目内部,我们从2015年开始资助德国高校,帮助他们改进校园迎新文化。我们从112份项目申请中挑选出30个项目,为其提供三年的资助。我们也会公布相关信息,以便让其他高校也能借鉴项目的成功经验。比如说,对项目交换生的悉心照顾从他们抵达高校所在地的火车站就开始了,学校会派人来接站。此外,高校还可以举办迎新介绍活动或是研讨班,帮助博士生、项目生或交换生尽快适应校园生活。

       除此之外,您认为如何能让德国的外国留学生在学术上获得更大的成功?

       德意志学术交流中心与德国高校校长联席会议共同制定了《德国高校留学事务国家准则》,于2009年正式生效,目前已有140所高校签署了该准则。这些高校均承诺遵守《德国高校留学事务国家准则》中规定的标准。其中要求对外国留学生从专业、语言和生活上充分给予辅导。该准则已在教育系统内部产生了很大的影响:许多高校都已经落实了这一重要工作,而且这项工作也必将持续下去。作为德意志学术交流中心,我们只能建立激励机制,比如受联邦外交部的委托,表彰那些在辅导外国留学生方面做出突出贡献的德国高校,目前该奖项每年颁发一次,奖金为2万欧元。我认识许多高校的工作人员和大学生,他们都在热心为外国留学生提供各种辅导。而高校迎新文化也正是在他们的努力下才生机盎然。