Bogotás autofreier Tag Bilder von einer Stadt, wie sie auch sein könnte

Ein besonderer Tag
Ein besonderer Tag | Foto (Ausschnitt): Victoria Holguín

Einmal im Jahr verwirklicht die kolumbianische Hauptstadt die Utopie der Fortbewegung ohne Motorenlärm. Einige Stunden lang dürfen dann keine privaten Autos fahren. Wir zeigen hier Bilder eines Tages ohne Autos in Bogotá.

Einwohner und Besucher Bogotás werden kaum abstreiten können, dass einer der negativen Aspekte des Lebens in der Stadt – ihren Vorzügen, ihrer kulturellen Dynamik und Vitalität zum Trotz – der Straßenverkehr ist. Und der ist „zum Wahnsinnig werden“, wie es manche formulieren. Aktuell zählt Bogotá etwa 1.800.000 Autos auf seinen Straßen. Stocken und Staus im Verkehrsfluss zu verhindern, ist deshalb eine fortwährende Herausforderung, zumal schon nachmittägliche Regengüsse wichtige Straßen häufig unbefahrbar machen. In einer Stadt, die sich schnell entwickeln will und dabei ständig wächst, ist es nicht einfach, die Anzahl von Autos und Straßen mit der Mobilität, dem verfügbaren öffentlichen Raum und der Lebensqualität der Menschen im Gleichgewicht zu halten.

Seit 2000 gibt es in Bogotá den „Autofreien Tag“ („Día sin carro“). So musste man auch Anfang Februar dieses Jahres sein Auto (oder Motorrad) wieder für einen Tag stehen lassen. Die Einführung geht auf den Wunsch von Stadtregierung und Einwohnern zurück, den Grad der Luftverschmutzung und der Lärmbelästigung zu reduzieren. Parallelmaßnahmen wie der kostenlose Fahrradverleih, die Anpassung von Straßen und Parkplätzen an die Bedürfnisse und kulturelle Veranstaltungen begleiten den Tag, der Bogotá für viele in einen wahr gewordenen Traum verwandelt. Unsere Bilderstrecke versammelt Eindrücke von dieser Stadt, wie sie auch sein könnte.

  •  Foto: Victoria Holguín
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