Fotoreportage Am Strand in Kolumbien und Deutschland: Bilder einer Leidenschaft

Wenn im Sommer die Sonne scheint, gibt es nichts Besseres als den Strand. Aber wie genießt man Sand und Wasser an zwei Orten, die so unterschiedlich sind wie Kolumbien und Deutschland? 

  • Am Strand in Kolumbien und Deutschland Foto: Berlín: Andrés Rodríguez / Santa Marta: Orarbol Abril

    In Berlin gibt es mehr als 70 öffentliche Badeseen. Keine Frage, Berlin ist durch seine Lage mitten in Brandenburg, dem wasserreichsten Bundesland der Republik, privilegiert wegen der unzähligen und vielfältigen Bademöglichkeiten. Einer der bekanntesten und beliebtesten Berliner Seen ist der im Westen der Stadt gelegene und 23,7 Quadratmeter große Wannsee.

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    Zu den meistbesuchten Badestränden in Kolumbien zählen die Strände von Santa Marta an der Atlantikküste im Nordosten des Landes. Die Stadt liegt am Fuße des Bergs Sierra Nevada de Santa Marta, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Das ganze Jahr über kommen Tausende kolumbianische und ausländische Urlauber, um sich am Strand von Santa Marta zu erholen: hier ist jeder Tag ein Sommertag.

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    Berliner Familien und Touristen verbringen im Sommer ihre Freizeit am liebsten an einem der herrlichen Seen wie dem Wannsee, Schlachtensee oder Plötzensee. An einem heißen Sommertag ist es typisch, dass man vom frühen Morgen bis zum Sonnenuntergang Tausende von Menschen am Wasser sieht. Die Berliner Strände und Ufer sind so wichtig für das Leben im Sommer in dieser Stadt, dass man denken könnte, Berlin liege am Meer.

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    Wie die Einwohner von Santa Marta sagen, befindet sich die Stadt an der schönsten Bucht Amerikas. Santa Marta gilt seit mehreren Jahren aufgrund ihrer guten Infrastruktur als fortschrittliche Stadt. So sind Orte wie der Hafen und die historische Altstadt mit den beliebten Stränden des Rodaderos verbunden.

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    Die berühmten „Strandkörbe“ erfreuen sich an deutschen Stränden größter Beliebtheit. Sie schützen vor Sonne, Wind und Regen und lassen sich je nach Bedarf drehen und umplatzieren. In ihrer heutigen Form wurden sie im Jahr 1910 erfunden, auch wenn sie schon im 16. Jh. benutzt wurden, hauptsächlich in Deutschland, Holland und England. Deutsche Maler wie Max Liebermann oder Erich Büttner stellten sie häufig auf ihren Bildern dar.

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    Kolumbien verfügt über 1.600 Kilometer Küste am Atlantischen Ozean und 1.300 am Pazifik. Dadurch gibt es in Kolumbien ca. 300 verschiedene Strände, die alle völlig unterschiedlich sind: von magischen, unberührten Naturstränden, die nur schwer zugänglich sind, bis zu überlaufenen Urlaubsstränden gibt es alles. Vergnügen sich die Besucher von Santa Marta bei einem Sonntagsausflug mit der Familie im Wasser, so ist Kreativität unentbehrlich.

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    Herr Müller ist eine Koryphäe am Wannseestrand. Im Sommer kommt er normalerweise mit seinem umgebauten Wagen an den See, darin alle Strandartikel und sein Modellflugzeug, das mit Fernbedienung fliegt. Hier genießt er die Aussicht auf das Wasser, während er sich mit einem in den Hut eingebauten Ventilator erfrischt. Dieser wird – wie könnte es anders auch sein – mit Solarenergie betrieben.

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    Der beliebteste Sport in Kolumbien ist Fußball. Und Santa Marta ist die Geburtsstadt einiger der besten Nationalspieler wie „El Pibe“ Valderrama oder Radamel Falcao. Während der Weltmeisterschaft 2014 waren die Strände von Santa Marta ideale Orte zum Fußballspielen. Viele Jugendliche träumen hier davon, eines Tages als Fußballprofis berühmt zu werden.

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    Die Freikörperkultur (FKK) hat in Deutschland eine mehr als hundertjährige Tradition, wenn sie auch seit einigen Jahren an Bedeutung verliert. Es geht darum, das Bewusstsein für den eigenen Körper mit dem Kontakt zur Natur zu verbinden. Viele Nudisten bevorzugen öffentliche Orte wie Seen oder Wälder, andere sind gern nackt innerhalb der eigenen vier Wände, wohinter ein didaktisches Ziel steht. FKK bedeutet schließlich auch, sich im eigenen Körper wohl zu fühlen.

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    Traurigerweise sind die Strände von Santa Marta auch Zeugen für die Vertreibungen geworden, die der gewaltvolle Konflikt in Kolumbien seit Jahrzehnten mit sich bringt. Arbeitslosigkeit und soziale Ausgrenzung kann man in der ganzen Stadt spüren und natürlich auch an den Stränden, die an den Wochenenden voll von Straßenverkäufern sind.

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    Viele Seen haben spezielle Strände für die Anhänger der FKK-Kultur. Im Grunewald, im Westen Berlins, liegt der Teufelssee, wo jung und alt das Baden im kühlen Wasser und die Sonne völlig nackt genießen.

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    Nach zahlen des Statistischen Amts DANE liegt die Arbeitslosigkeit in Santa Marta bei 14 Prozent. Die offiziellen Zahlen berücksichtigen jedoch nicht all diejenigen, die „schwarz“ arbeiten oder als Straßenverkäufer ihren Lebensunterhalt verdienen. Laut inoffiziellen Quellen könnte die Arbeitslosenquote in der Karibikstadt schnell auf 35 Prozent kommen.

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    Wer im Sommer Berlin besucht, kommt nicht umhin, einen Abstecher zu einem der vielen Badeseen zu machen, die meistens von Wäldern oder Parks umgeben sind. Hier kann man die Liebe der Berliner für ihre Seen wirklich verstehen, genauso wie man auch die Melancholie am Ende eines jeden Sommers nachfühlen kann. Der einzige Trost: im nächsten Jahr kommt die Sonne zurück – und mit ihr die langen Tage am Ufer und in der Nähe des Wassers.

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    Santa Marta wäre gern das wichtigste Ziel für Ökotourismus in Kolumbien. Momentan gibt es noch viel zu tun, um für Transparenz und soziale Inklusion zu sorgen. Aber die Samarer sind optimistisch. Der Hafen z.B. wurde von der Organisation der Amerikanischen Staaten für seine hohen Standards in Bezug auf soziale Unternehmensverantwortung, Innovation und Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Es ist gut möglich, dass gerade aus dieser Richtung, von der Küste, der treibende Wind kommt, den die Stadt benötigt, um in eine bessere Zukunft zu gehen.