Kino Macht mit bei unserer Filmwoche

Ausschnitt "Coconut Hero" © Majestic

Fr, 05.07.2019 -
Fr, 19.07.2019

Goethe-Institut Bogotá

Reihe: Verlorene Paradiese

Wohin gehen wir, wenn die Tore des verheißenen Paradieses für uns verschlossen bleiben? Woran halten wir uns im Dunkeln fest? Die Geschichten aus dieser Reihe erzählen uns von vergangenen Sehnsüchten und Träumen, aber auch davon, wie ihre Protagonist*innen ihren eigenen Platz suchen und ihr Schicksal annehmen.
  
Wähle Deine drei Favoriten aus diesen fünf Filmen aus:

Herbert
Regie: Thomas Stuber, 105 Min., 2015


Seine größten Erfolge als Boxer hat Herbert Stamm, einst als „Stolz von Leipzig“ berühmt, schon lange hinter sich. Jetzt verdient er seinen Unterhalt als Geldeintreiber und Türsteher. Nebenbei trainiert er den jungen, hoffnungsvollen Boxer Eddy. Seine Tochter hat Herbert schon seit Jahren nicht mehr gesehen, seine Freundin hält er auf Abstand. Er ignoriert die ersten Anzeichen einer schweren Erkrankung, bis ihn die Diagnose einholt: Der hünenhafte Mann ist an ALS erkrankt, einer unheilbaren Störung des motorischen Nervensystems, die unaufhaltsam fortschreitet. Herbert versucht, noch rechtzeitig die Trümmer seines Lebens zu ordnen.
 


Der traumhafte Weg”
Regie: Angela Schanelec, 85 Min., 2016


Vor vielen Jahren waren sie ein Paar. Gemeinsam zogen Theres und Kenneth 1984 durch Griechenland; ihre Reisen finanzierten sie mit Straßenmusik. Das unbeschwerte Glück nimmt ein jähes Ende, als Kenneth vom Unfall seiner Mutter erfährt und unverzüglich in die englische Heimat zurückkehrt. Als sich das Paar in Deutschland wieder begegnet, ist der Zauber von damals verflogen. 30 Jahre später in Berlin: Die Schauspielerin Ariane trennt sich von ihrem Mann David, einem renommierten Anthropologen. Von seiner neuen Wohnung aus, in der Nähe des Hauptbahnhofs, kann David einen Obdachlosen sehen. Als Theres an dem Mann auf der Straße vorbeigeht, erkennt sie: der Obdachlose ist Kenneth.
 


Western
Regie: Valeska Grisebach, 120 Min., 2017


Ein Trupp deutscher Bauarbeiter beginnt in einer entlegenen Gegend Bulgariens mit der Errichtung eines Wasserkraftwerks. Auch wenn die Beziehungen zu den Bewohnern eines nahen Dorfs schwierig sind – nicht zuletzt wegen der vorerst kaum überwindbaren Sprachbarrieren gelingt es Meinhard, mit den Einheimischen Freundschaft zu schließen; sein Kollege Vincent verfolgt die Annäherungen mit eifersüchtigem Misstrauen. Mit WESTERN erzählt Valeska Grisebach von Gastarbeitern in der Fremde mit umgekehrten Voraussetzungen: Hier sind die Deutschen die Ausländer, und die Überwindung der Grenzen fällt ihnen nicht leichter als ihren Kollegen, die als Fremde nach Deutschland kommen.
 


Coconut Hero
Regie: Florian Cossen, 96 Min., 2015


Der 16-jährige Mike Tyson hat sein Leben satt. Der kleine verödende Ort im Norden Kanadas geht ihm genauso auf die Nerven wie die nörgelnde Mutter; den Vater kennt er nicht. Mikes Selbstmordversuch schlägt zwar fehl, doch die Ärzte diagnostizieren einen Gehirntumor. Der Junge, der sich nach dem Tod sehnt, will sich auf keinen Fall operieren lassen. Mike lernt seinen Vater kennen, das hilft ihm wenig, schon wegen der Interventionen seiner Mutter. Als er Miranda trifft, scheint sich alles zu ändern. 
 


Oh Boy
Regie: Jan Ole Gerster, 85 Min., 2012


Niko Fischer lebt einfach in den Tag hinein. Sein Jura-Studium hat er abgebrochen. Er streunt durch Berlin, beobachtet verwundert die Menschen in der Stadt und lässt sich treiben. An diesem Tag wird alles anders: Nikos Vater stellt die monatlichen Zahlungen ein, mit der Freundin klappt's nicht mehr, ein Psychologe entzieht ihm den Führerschein, ein Nachbar klagt Niko sein Leid und beginnt zu heulen, eine Bekannte aus der fernen Schulzeit macht ihn an und in einer Kneipe erzählt ihm ein alter Mann von einem traumatischen Kindheitserlebnis. Am Ende ist der alte Mann tot und Niko hat vielleicht zum ersten Mal so etwas wie Anteilnahme und Verantwortungsgefühl gezeigt. Es wird endlich Zeit für ihn, erwachsen zu werden. 
 


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