Persischstunden
GoetheFEST 2020

  • Persischstunden © Discovery Film

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Der junge Belgier Giles wird 1942 von der SS verhaftet und zusammen mit anderen Juden in ein KZ nach Deutschland verschleppt. Dort gelingt es ihm, dem sicheren Tode zu entkommen, indem er behauptet, er wäre Perser und kein Jude. Wegen dieser Notlüge gerät er jedoch erneut in Gefahr. Der Leiter der Lagerküche, ein Offizier namens Koch, träumt davon, nach dem Krieg ein Restaurant im Iran zu eröffnen. Deswegen möchte er, dass im Giles Farsi beibringt. Darauf sieht sich Giles gezwungen, eine vollkommen neue Sprache zu erfinden, Wort für Wort. Auf die ungewöhnliche Zusammenarbeit der beiden reagiert die Umgebung jedoch mit Eifersucht und Neid. Giles wird klar, dass er sich von nun an keinen einzigen Fehltritt leisten kann - sonst fliegt er auf.

Mit „Persisch-Stunden” ist Vadim Perelman ein Regie-Meisterstück gelungen. Seinem Film gelingt etwas, woran viele scheitern: Er schafft es, einen würdevollen Umgang mit den Grauen der Shoah mit einem feinen Sinn für Ironie zu verbinden, den man wahrscheinlich braucht, um in einer solchen Lage überhaupt überleben zu können.
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