Alexander Hoffmann ist ein ehrgeiziger Doktorand der Ethnologie. Während einer „Völkerschau” in Berlin freundet er sich mit einer Delegation von Herero und Nama aus Deutsch-Südwestafrika an und lernt die Dolmetscherin Kezia Kambazembi kennen. Einige Zeit später führt der Aufstand der Herero und Nama in der deutschen Kolonie zum Krieg. Hoffmann reist mit Soldaten durch das Land und wird Zeuge der Gräueltaten der Kolonialarmee. Aber auch Hoffmann überschreitet moralische Grenzen, als ihn sein Auftraggeber in Berlin auffordert, Schädel und Skelette von getöteten Herero zum Zweck der Rassenforschung nach Deutschland zu schicken. Als der Ethnologe hört, dass Kezia in Shark Island in einem Konzentrationslager sein soll, findet seine eigene Degeneration ihren Höhepunkt. Seine Suche nach Kezia wird zu einer Reise in die Finsternis des ersten Genozids des 20. Jahrhunderts.
Deutschland, 2023
116 Min.
Deutsch mit serbischen Untertiteln
Regie und Drehbuch: Lars Krame Darsteller*innen: Leonard Scheicher, Girley Charlene Jamaza, Peter Simonischek, Sven Schelker
Auszeichnungen: Deutscher Filmpreises 2023: Nominierung für das beste Szenenbild (Sebastian Soukup); Auszeichnung mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW).