Workshop Lie & Theft as Practice

Lie and Theft as Practice © Zorica Milisavljević

17.02.-01.03.2020

Belgrad

Phase V: 17. Februar – 1. März 2020

Vor der Begegnung im Februar in Belgrad werden die künstlerischen Mitarbeiter des Projektes Lie & Theft as Practice an zwei praktischen Aufgaben in einer Dauer von fünf Wochen arbeiten. Zweck dieser Aufgaben ist die Implementierung in der Stadtlandschaft. Ihr Ziel ist das Engagement der Gruppe in bevorstehenden Formaten, die spezifisch für diesen Standort sind und sich während der unterschiedlichen Phasen im Laufe dieses Jahres weiter entwickeln werden.
 
Ergebnisse der dokumentierten Materialien werden dem Rest der Gruppe während der ersten Woche des Workshops im Februar vorgestellt.
 
Mit Hilfe von Aktionen, die für die Standorte im öffentlichen Raum spezifisch sind, möchten wir mit unterschiedlichen, auf Praxis beruhenden Möglichkeiten experimentieren, in denen diejenigen, die im Laufe des vergangenen Jahres im Raum des Studios schon angewendet wurden und einen kollektiven Körper zwischen den Mitgliedern der Gruppe gestalteten, weiterhin auf den Straßen Belgrads angewendet werden. Auf diese Weise, unter Anwendung unterschiedlicher künstlerischer Medien als politische Strategie, in denen Körper das Hauptwerkzeug des Widerstands darstellen, möchten wir parallelle Linien der Aktionen beobachten, hinterfragen und durchführen - sichtbare oder auf den ersten Blick unsichtbare.
 
Wir glauben an das Bedürfnis nach Rekonfiguration in tief verwurzelten und instrumentalisierten „Tatsachen“.
 
Im Rahmen performativer Praxen stellen wir Fragen: Auf welche Weise kann Kunst in diesen Zeiten äußerst unsicherer politischer und wirtschaftlicher Aufruhr im politischen Sinne engagierter sein? Was ist die Rolle des Individuums während dieser Veränderungen in bezug auf andere Menschen? Wie können wir uns auf sinnvollere Weise gegenseitig unterstützen, um Argumente hervorzubringen, die vielleicht auch zu anderen Mitmenschen durchdringen könnten?
 
Wir möchten das Bewusstsein stärken, dass Systeme immer wieder hinterfragt werden müssen, um einen Diskurs zu erzeugen. Ohne Diskurs oder alternative Existenz- und Funktionsweisen gehen unsere eigenen Ziele verloren.
 
Nach unserer Meinung muss Diksurs als Kritik in der Praxis und immer in Bezug auf andere Körper im öffentlichen Raum angewendet werden.
 
Die Begriffe Lie und Theft möchten wir nicht ausschließlich mit negativen Konnotationen in Verbingung setzen. Wenn diese Begriffe auf eine phantasiereichere und originellere Art und Weise in Anspruch genommen werden, können sie zu positiveren Wirkungen und Ergebnissen führen.
 
Fernerhin: Wenn sie auf schon existierende Konstuktionen angesetzt werden, könnten sie alternative Möglichkeiten darbieten, auf deren Grundlage Misserfolg, Empathie oder unterschiedliche Formen von Verletzlichkeit neue Werkzeuge für den Widerstand gegen die insgesamte Verbrauchermacht darstellen, die sich aus politischen und wirtschaftlichen Maschinerien ableitet.

Lie &Theft as Practice - Projektseite
 
Konzept: Darko Dragičević, Zorica Milisavljević
Künstlerische Leitung: Darko Dragičević
Projektmanagerin: Zorica Milisavljević
Verantwortlicher Institutsleiter: Frank Bauman
Mitarbeiter (und Workshopteilnehmer): Stevan Beljić, Miloš Janjić, Katarina Konstandinović, Lana Pavkov, Dušan Savić i Ana Vuković
Lie & Theft as Practice ist ein Projekt des Goethe-Instituts in Serbien im Rahmen der Platform „Next Generation“.
 

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