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Horst Weierstall – Ausstellung
Das Buch der Gezeiten

Horst Weierstall – Ausstellung
Foto: Goethe-Institut

Die Wandinstallation ist ein Beitrag zur künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Raum, Zwischenraum, Linie und die Ambivalenz von Spaltung.

Von Horst Weierstall

Das Projekt besteht aus zwei Teilen:

  • Malerei und Aphorismen
  • Texttranskriptionen aus Tagebüchern von 2019/20

Die flexible Anordnung der Bildelemente ermöglicht eine partizipierende Wahrnehmung und Lesart und kann somit als ein begehbares Buch erfahren werden. Es ist zeitlos aber auch durch Form, Inhalt und durch die offene Gestaltung von temporärer Dauer.

Die Grundidee einer formalen Reduzierung in meinen Arbeiten geht auf frühe Aktionen und Zeichnungen zurück, in denen Kreuz Kreis Linie als Form und Symbolträger fungierten, siehe meine Publikation Vom Zeichen zur Aktion, Moufflon Pubications 2004.

Wie das Geteilte, Zerbrochene, den Riss wieder zusammenfügen? Diese Frage stellte sich für mich im Arbeitsprozess dieses Projektes: Wie Grenzen sind auch Risse und Ränder Teil eines Ganzen. Im Japanischen heißt das Kitten von Scherben oder Rissen ‚Kintsugi‘. „Sind vielleicht die Scherben die Symbolik aller Symbolik?“, Miko Sophie Kuehmel. Gustave Flaubert schrieb 1876 bezogen auf die Literatur „Schließlich glaube ich, dass Form und Hintergrund zwei Feinheiten sind, zwei Einheiten, die niemals ohne einander existieren.“

Die Aphorismen in der Ausstellung sind wie die Motive eng mit meinen Tagebüchern, Notationen und Zeichnungen verbunden. Im März 2017 zeigte das Goethe-Institut Nikosia unter dem Titel Markierungen der Zeit – crossing, line, circle, eine Auswahl dieser Tagebucharbeiten.

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