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Abbas Khider
Der falsche Inder

 © Nautilus Der  junge  Rasul Hamid ist über lange Um- und Fluchtwege nach Deutschland gekommen. Hier ist er vor allem eines: ein Asylant. Und allem Augenschein nach: ein Inder. Dass er Iraker und ein vor Krieg und Folter Geflohener ist, ist ihm nicht anzusehen. Als er eines Tages im ICE Berlin-München ein „herrenloses“  arabisches Manuskript auf dem Platz neben sich findet und darin zu lesen beginnt, entdeckt er seine eigene Lebensgeschichte. In acht Varianten wird erzählt, wie ein junger Iraker aus Bagdad flieht, sich als Gelegenheitsarbeiter, Hauslehrer oder Kellner durchschlägt,  vom Unglück verfolgt scheint und doch immer wieder auf wundersame Weise gerettet wird. Das Tragische und Komische, Groteske und Alltägliche stehen in diesem Roman nicht im Gegensatz, sondern verbinden sich zu einer wundersamen Geschichte, zu einem realistischen Märchen.

Abbas Khider (*1973) wurde in Bagdad geboren und mit 19 Jahren wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet und auch gefoltert. Nach der Entlassung floh er 1996 aus dem Irak und hielt sich als „illegaler“ Flüchtling in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. Seinem Debütroman Der falsche Inder  folgten die Romane Die Orangen des Präsidenten (2011) oder Ohrfeige (2016). Er erhielt verschiedene Auszeichnungen, u.a. wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis sowie dem Hilde-Domin-Preis geehrt. Abbas Khider ist der 33. Träger des Literaturpreises von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz.

Khider, Abbas
Der falsche Inder
Nautilus Verlag, Hamburg 2010
ISBN: 9783894015763
156 Seiten

Der Titel im Katalog der Bibliothek und in der Onleihe des Goethe-Instituts
 

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