Biller, Maxim
Liebe heute. Short stories.

 © Kiepenheuer & Witsch
In 27 Kurzgeschichten entfaltet Biller ein Kaleidoskop der Liebe, vornehmlich der Liebe von einer ganz bestimmten Spezies Mensch: dem Bewohner von Berlin-Mitte. Die Protagonisten sind gescheite und weltläufige Kosmopoliten, die auch mal eben nach Prag oder Tel Aviv jetten und Trennungskinder pendeln souverän zwischen Frankfurt und Berlin. Einziger Unterschied: Während in Tel Aviv eine Bombe hochgehen kann, platzt in Berlin der Traum von der dauerhaften Liebe. Happy Ends sind bei Biller nicht vorgesehen. Zwar sind die Protagonisten unverbesserliche Romantiker, aber Liebe - früher wie heute -  ist eben doch nur Selbstbetrug. Glück kann es nicht geben, scheinen die Figuren bei Biller zu glauben, und deshalb lavieren sie so lange herum, bis es zu spät ist. Und so erscheinen die Lieben wie lauter angefangene Romane, bei denen es am Ende doch nur zur Short Story reicht.

 
Maxim Biller (*1960) wurde in Prag geboren und lebt seit 1970 in Deutschland. Er ist freier Schriftsteller, Journalist und als Kolumnist bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und der Zeit. Von ihm sind zahlreiche Romane und Erzählbände erschienen, darunter der Roman Esra (2003), der gerichtlich verboten wurde. Zuletzt erschienen das Theaterstück Kanalratten (2013) und der Roman Sechs Koffer (2018). Maxim Biller war auch bis Anfang 2017 Mitglied des Literarischen Quartetts.

 
Biller, Maxim
Liebe heute. Short stories.
Kiepenheuer & Witsch Verlag, Köln 2007
ISBN: 9783462037029
197 Seiten

Der Titel im Katalog der Bibliothek des Goethe-Instituts Prag

 

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