Gregor Sander
Winterfisch

 © Wallstein
Die See und der Norden bilden die Kulisse der Erzählungen, in denen die Beziehungen der Menschen unauflösbar mit der sie umgebenden Natur verwoben sind. Die DDR und der Nationalsozialismus sind das Fundament, auf dem die Lebensläufe gründen. Das Gefühl der Verlassenheit und die Sehnsucht nach einem freien Leben holen die Protagonisten ebenso wie ihre Vergangenheit ein.  Und so wie sich am Polarkreis die „Eisschollen in zackigen geometrischen Formen“ gegeneinander schieben, knirscht es gewaltig in den Erzählungen. Eine Grundstimmung zieht sich durch die kargen Geschichten wie ein roter Faden: Die Angst, wenn „es leise ist um mich und leer“.

Gregor Sander (*1968) absolvierte eine Ausbildung sowohl zum Krankenpfleger als auch zum Schlosser und studierte anschließend ein paar Semester Medizin, Germanistik und Geschichte. Der 2011 erschienene Band Winterfisch ist neben dem Band Ich aber bin hier geboren und dem Roman abwesend seine dritte Veröffentlichung. Mit Winterfisch reüssierte er 2009 beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb und erhielt dort den 3sat-Preis. Sein jüngster Roman Was gewesen wäre (2014) liefert einen faszinierenden Blick in den Alltag der DDR.

Sander, Gregor
Winterfisch
Wallstein Verlag, Göttingen 2011
ISBN: 9783835308435
189 Seiten

Der Titel im Katalog der Bibliothek und in der Onleihe des Goethe-Instituts Prag
 

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