Vortrag und Diskussion HEINZ BUDE - "The Populist Moment: Fear, Hate, Hope"

Heinz Bude © Peter-Andreas Hassiepen

Mo, 23.05.2016

Goethe-Institut

Masarykovo nábřeží 32
110 00 Praha 1

Vortrag im Rahmen der Debattenreihe "Kritikmaschine" auf der Konferenz "Current Populism in Europe: Impact on the Political Landscape"

Radikalisierung, Renationalisierung und Populismus gehören zu den großen Herausforderungen der liberalen Demokratien in Europa. Um die Dynamik populistischen Verhaltens und deren Strategien in einzelnen europäischen Gesellschaften besser zu verstehen, soll auf der zweiten Prager Konferenz zum aktuellen Populismus analysiert werden, wie die jetzige Migrationskrise, aber auch große geopolitische Ereignisse, Terrorismus, ökonomische und soziale Missstände und die fehlende Solidarität unter den EU-Mitgliedstaaten von populistischen Politikern missbraucht werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Durchdringung des politischen Diskurses durch solche Ansätze und die daraus resultierende Verschiebung des gesamten politischen Gefüges innerhalb der EU. Die Konferenz widmet sich vergleichenden Analysen einzelner EU-Staaten, in denen der Populismus einen signifikanten politischen Trend darstellt.
 
Prof. Dr. Heinz Bude (geb. 1954) einer der maßgebenden Soziologen Deutschlands und einer der Hauptredner der Konferenz. Seit 2000 hat er an der Universität Kassel einen Lehrstuhl für Makrosoziologie inne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Generationen- und Arbeitsmarktforschung. Sein Vortrag steht im Kontext seiner aktuellsten Publikation „Das Gefühl der Welt: Über die Macht von Stimmungen" und eröffnet die Abenddiskussion zum Thema "Auswirkungen des Populismus auf politische Systeme", bei der Eva van de Rakt (Heinrich-Böll-Stiftung Prag) moderieren wird. Weitere Diskussionsteilnehmer sind András Bozóki (Zentraleuropäische Universität Budapest), Petr Drulák (Außenministerium der Tschechischen Republik), Daina Malová (Comenius Universität Bratislava).

Vortrag und Diskussion sind Teil der für die breite Öffentlichkeit zugänglichen Veranstaltung mit freiem Eintritt, die auch ohne Registrierung besucht werden kann. Für die alle weiteren Sektionen der Konferenz ist eine Registrierung per Mail erforderlich.
 
Heinz Budes Vortrag ist Teil der globalen Debattenreihe „Kritikmaschine“. Veranstalter sind das Goethe-Institut und das Kursbuch, eine der wichtigsten intellektuellen Zeitschriften Deutschlands. Unter anderem spricht die Journalistin Meredith Haaf über den neuen Feminismus, der Architekt Friedrich von Borries über politisches Design, der Autor Wolfgang Bauer über Flüchtlinge, die Historikerin Sabine Donauer über Arbeit in der digitalen Gesellschaft und der Soziologe und Kursbuch-Herausgeber Armin Nassehi über Gesellschaftskritik. Intellektuelle aus dem jeweiligen Gastland antworten auf den Vortrag. Die Veranstaltungsreihe will fremde Perspektiven miteinander konfrontieren, sie will nach neuen Antworten suchen – und nach neuen Fragen.

Das Programm der Konferenz zum Herunterladen:

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