Im Hier und Jetzt: deutsche und tschechische Lyrik im Gespräch Phantomschmerz

Phantomschmerz © Goethe-Institut

Do, 05.05.2016

Goethe-Institut Prag

Masarykovo nábřeží 32
110 00 Praha 1

Phantomschmerz

Die einführende Debatte der Veranstaltungsreihe Im Hier und Jetzt: deutsche und tschechische Lyrik im Gespräch widmet sich der Entwicklung der Lyrik nach 1990, ihrer aktuellen Situation, ihren Gewinnen und Verlusten sowie den wichtigsten formalen und thematischen Trends. Ist Lyrik in Deutschland und Tschechien eher engagiert, geht sie mehr auf aktuelle Themen ein, oder ist sie eher durch Innerlichkeit und Rückzug in die eigene Welt geprägt?

Moderation: Urs Heftrich
Diskussionsteilnehmer: Dagmar Leupold, Petr Borkovec, Karel Piorecký, Daniela Seel

Petr Borkovec (geb. 1970)
Dichter, Prosaautor, Redakteur, Dramaturg der Lesungen im Café Fra, Kurator der Veranstaltungsreihe. Mit seinem Werk gehört er zu den führenden Autoren der zeitgenössischen tschechischen Lyrik. Er ist Träger des Preises Cena Jiřího Ortena (1995), des südtirolischen Norbert C. Kaser Preises (2002), des Hubert Burda Preises (2002) und der Auszeichnung Prémie Tomáše Hrácha (2003; für die Übersetzung von Oresteia, mit M. Havrda). Zuletzt ist auf Tschechisch 2015 der Gedichtband Wernisch erschienen, 2014  auf Deutsch der Gedichtband Liebesgedichte. Er ist Mitherausgeber des Lyrik-Jahrbuches Nejlepší české básně 2015 (Die besten tschechischen Gedichte 2015).

Urs Heftrich (geb. 1961)
Slavist und Übersetzer aus dem Tschechischen,  Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg.  Er übersetzte ins Deutsche u.a.  Gedichte  von Vladimír Holan,  Ivan Blatný,  Jiří Orten und Jan Zahradníček, ist Mithrsg. der Anthologie tschechischer Lyrik Höhlen tief im Wörterbuch (2006).  Seit 2003 ist er Mitherausgeber und Co-Übersetzer der vierzehnteiligen Ausgabe der Schriften von Vladimír Holan. In diesem Jahr sind in seiner Übersetzung Gedichte aus dem KZ von Josef Capek erschienen.

Dagmar Leupold (geb. 1955)
Lyrikerin und Prosaautorin, Übersetzerin aus dem Italienischen. Kuratorin der Veranstaltungsreihe. Zahlreiche Auszeichnungen,  darunter den Aspekte-Preis für das beste Prosa-Debut. 2013 erschien der Roman Unter der Hand, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Seit 2004 leitet sie das Studio Literatur und Theater der Universität Tübingen. 2013 kuratierte sie das forum:autoren beim Literaturfest München.

Karel Piorecký (geb. 1978)
Literaturhistoriker und –kritiker. Er arbeitet im Institut für tschechische Literatur AV ČR, zu seinen Fachgebieten gehören die Literatur und Lyrik des 20. Jahrhunders und das Thema der Beziehung zwischen Literatur und den neuen Medien. Er beteiligte sich an mehreren literaturwissenschaftlichen Publikationen, zuletzt V souřadnicích mnohosti (In den Koordinaten der Vielheit, 2014). Piorecký ist Autor von Česká poezie v postmoderní situaci (Tschechische Lyrik in der postmodernen Situation) und Mitautor des Buchs Praha avantgardní (Prag der Avantgarde, 2014).

Daniela Seel (geb. 1974)
Lyrikerin und Verlegerin. 2003 gründete sie, gemeinsam mit Andreas Töpfer, kookbooks – Labor für Poesie als Lebensform. Für ihr verlegerisches Engagement erhielt sie den Kurt-Wolff-Förderpreis 2006 und den Horst-Bienek-Förderpreis 2007. Der neuste Gedichtband was weißt du schon von prärie gehört zu den Lyrik-Empfehlungen 2016, die von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, in Kooperation mit der Stiftung Lyrik Kabinett und die Literaturwerkstatt Berlin ausgewwählt werden.
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  • Phantomschmerz: Daniela Seel, Dagmar Leupold, Urs Heftrich, Petr Borkovec, Karel Piorecký © Goethe Institut
  • Phantomschmerz: Petr Borkovec und Karel Piorecky © Goethe Institut
  • Phantomschmerz: Daniela Seel © Goethe Institut
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  • Phantomschmerz: Daniela Seel, Dagmar Leupold © Goethe Institut
  • Phantomschmerz: Karel Piorecky © Goethe Institut
  • Phantomschmerz: Daniela Seel und Karel Piorecky © Goethe Institut
PM: DAS GESPRÄCH DER DEUTSCHEN UND TSCHECHISCHEN LYRIK ERÖFFNET DAS GOETHE-INSTITUT MIT PHANTOMSCHMERZ
 

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