Film Kino Goethe: Hannah Arendt

Hannah Arendt © Heimatfilm

Mo, 18.03.2019

Goethe-Institut

Masarykovo nábřeží 32
110 00 Prag 1

Literarische Giganten im Film - Zusatzveranstaltung

Auf Grund des überaus großen Interesses an der Filmvorführung am Mittwoch, 13. März, zeigen wir den Film nochmal.

Als Hannah Arendt 1961 den Gerichtssaal betritt, um für den New Yorker über den Prozess gegen Adolf Eichmann zu berichten, erwartet sie ein Monster – stattdessen erlebt sie einen Niemand. Die banale Mittelmäßigkeit Eichmanns passt nicht zum abgrundtief Bösen seiner Taten. Dieser Widerspruch lässt Hannah Arendt nicht mehr los: Zurück in New York liest sie hunderte Prozessakten, recherchiert, und diskutiert mit Freunden. Als 1963 ihre Artikelserie Eichmann in Jerusalem erscheint, schockiert Arendt mit ihrer These über die Banalität des Bösen die ganze Welt. Die Reaktionen sind verheerend: Arendt wird geächtet, angefeindet und verliert lebenslange Freunde. Trotzdem bleibt sie konsequent bei ihrer Haltung. Sie möchte verstehen, auch wenn das bedeutet „dahin zu denken, wo es weh tut.“

Hannah Arendt gewann den Preis für den Besten Spielfilm in Silber, Barbora Sukowa für die Beste weibliche Hauptrolle (Deutscher Filmpreis 2013).

Regie: Margarethe von Trotta
Darsteller: Barbara Sukowa, Axel Milberg, Leila Anaïs Schaus, Janet McTeer, Julia Jentsch, Ulrich Noethen, Michael Degen, Victoria Trauttmansdorff, Nicholas Woodeson
Länge: 100 Minuten

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