Film Das Sommerkino: Jerichow

Jerichow © Christian Schulz

Di, 21.07.2020

Kino Pláž

V Přístavu
Prag 7

Eine Dreieckbeziehung von Menschen, die zwischen Liebe, Verrat und Loyalität stehen.

Drei Menschen treffen mit schicksalhafter Zufälligkeit aufeinander: Nach dem Tod seiner Mutter kehrt der ehemalige Zeitsoldat Thomas nach Jerichow zurück, ein Dorf weit oben im dünn besiedelten Nordosten Deutschlands. Er lernt Ali kennen, einen türkischen Unternehmer, der eine Kette von Imbissbuden in der Gegend betreibt und mit seiner schönen, aber distanzierten Frau Laura in einer kleinen Villa am Waldrand wohnt. Diese vermeintliche Idylle fängt jedoch schnell an zu bröckeln. Auf der Suche nach Arbeit wird Thomas von Ali als Fahrer angestellt und schließlich zu Lauras Geliebtem.
Bei der Inszenierung der Geschichte spielt Petzold bewusst mit dem Plot von Wenn der Postmann zweimal klingelt und zeichnet in der nordöstlichen Provinz eine Dreieckbeziehung von Menschen, die zwischen Liebe, Verrat und Loyalität stehen. Besonders durch den Einsatz von Musik schafft es der Regisseur mit seinem Berater und Lehrer Harun Farocki, die Sehnsüchte der Figuren zwischen den Landstraßen und Strandklippen des kleinen fiktiven Ortes ruhig und eingängig zu transportieren.

Regie: Christian Petzold
Darsteller: Benno Fürmann, Nina Hoss, Hilmi Sözer, André M. Hennicke
Länge: 92 Minuten

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