Gespräch Inszenierungsgespräch mit Katie Mitchell und Sybille Meier

Titelbild "Anatomie eines Suizids" © Stephen Cummiskey

Di, 08.12.2020

Online

Im Rahmen des Prager Theaterfestivals

Das Prager Theaterfestival findet dieses Jahr online statt. Das SchauSpielHaus Hamburg bringt seine das Theaterstück Anatomie eines Suizids nach Prag. Petr Štědroň führt das Gespräch mit der Regisseurin Katie Mitchell und der Dramaturgin Sybille Meier.

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Die 1964 in Reading in Großbritannien geborene Katie Mitchell studierte am Magdalen College in Oxford englische Literatur. Im Anschluss an ihr Studium absolvierte sie diverse Assistenzen; unter anderem an der Royal Shakespeare Company, für die sie zwischen 1996 und 1998 auch als Hausregisseurin wirkte, bevor sie zum Royal Court Theatre in London wechselte, wo sie von 2000 bis 2004 tätig war. Zudem sind seit 1994 ihre Inszenierungen am Royal National Theatre zu bewundern, wo sie seit 2003 Associate Director ist. Weitere Stopps ihre Karriere waren das Schauspiel Köln, die Berliner Schaubühne und Staatsoper, die Salzburger Festspiele, das Wiener Burgtheater sowie die Niederländische Oper Amsterdam. Seit 2013 ist Katie Mitchell in Hamburg.
Katie Mitchell machte sich schon lange vor ihrem Debüt auf dem europäischen Festland einen Namen in England. Dort erhielt sie bereits 1996 den angesehenen Evening Standard Award für ihre Inszenierung der antiken Tragödie Die Phönikerinnern. Im deutschsprachigen Raum gelang Katie Mitchell der Durchbruch mit ihrer Interpretation von Luigi Ninos Oper Al Gran Sole Carico d’Amore bei den Salzburger Festspielen 2009. Dabei bleibt Katie Mitchell immer aktuell: Ein wiederkehrendes Thema ihrer Aufführungen ist der Klimawandel, den sie unter anderem am Royal Court Theater in den Stücken Ten Billion (2012) und 2071 (2014) thematisierte. Heute zählt Mitchell zu den anerkanntesten britischen Theater-, Film- und Opernregisseurin, eine Tatsache die 2009 mit dem Order of the British Empire gewürdigt wurde.

Sybille Meier, 1971 in Freiburg geboren, studierte Germanistik, Latein und Altgriechisch an der Universität Heidelberg. Am Theater in Heidelberg übernahm Sybille Meier auch ihre ersten Regieassistenzen. Als Dramaturgin wechselte sie anschließend an das Theater an der Ruhr, wo sie von 1999 bis 2001 blieb, bis sie, ebenfalls als Dramaturgin, an das Düsseldorfer Schauspielhaus wechselte. Nach einer weiteren sechsjährigen Tätigkeit als Dramaturgin am Schauspielhaus Köln wechselte Meier an das Deutsche SchauSpielHaus Hamburg, wo sie bis heute tätig ist.
Gleich nach ihrem Studium gründete Sybille Meier ihre erste Theatergruppe. Später trat sie wiederholt in Kooperationen mit bekannten Regisseur*innen wie SIGNA, Karin Henkel, René Pollesch und Viktor Bodó in Erscheinung. Mit letzerem arbeitete sie jüngst an einer Neuinterpretation von Kafkas Das Schloss zusammen, dem Werk einer Autors dessen Aktualität sie betont. Auch mit Katie Mitchell arbeitete Sybille Meier bereits am Theaterstück Bluets am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg zusammen. Zuvor hatte sie bereits wiederholt mit dem ungarischen Regisseur Viktor Bodo zusammengearbeitet. Lehraufträge führten sie zudem nach Zürich und Köln.

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