Szenische Lesung mit musikalischer Begleitung Jaroslav Rudiš und Jiří Hradil alias Winterberg & Kraus

Jaroslav Rudiš © Peter von Felbert

Di, 02.11.2021

19:00 Uhr

Bibliothek Liberec

Jaroslav Rudiš

Premiere: Winterbergs letzte Reise

Winterbergs letzte Reise ist der Titel des ersten deutsch geschriebenen Romans von Jaroslav Rudiš. Der Autor nimmt uns auf eine spannende Zugreise über mitteleuropäische Schlachtfelder, Friedhöfe und persönliche Traumata. Die Lesung wird der Pianist Jiří Hradil begleiten, Mitglied der Kafka Band sowie der Bands Tata Bojs und Lesní zvěř. Die tschechische Herausgabe in Übersetzung von Michaela Škultéty erscheint im Verlag Labyrint am 14.10.2021.

Die Lesung wird von Petr Vondřich moderiert.

Jan Kraus ist Altenpfleger und kümmert sich um Sterbende in Berlin. Er stammt aus Vimperk und lebt seit 1986 in Deutschland. Er verbringt mit den Sterbenden die letzten Momente ihres Lebens. Manchmal sind es nur Tage, manchmal Wochen, selten Monate. Einer derjenigen, die er ins Jenseits begleitet, ist Wenzel Winterberg, ein gebürtiger Liberecer, der so alt ist wie das örtliche Krematorium und die Tschechoslowakei. Der fast 100-jährige Mann leidet unter Geschichtsmüdigkeit, denn er hat sein ganzes Leben lang als Straßenbahnfahrer gearbeitet und nie studiert, aber er weiß trotzdem viel über Geschichte. Eines Tages bittet er Kraus, ihn auf seiner letzten Reise durch Mitteleuropa zu begleiten. Gemeinsam fahren sie mit dem Zug von Berlin nach Sarajevo, einem alten Zug aus Österreich-Ungarn aus dem Jahr 1913, auf den Spuren von Winterbergs alter Flamme Lenka, die zu Beginn des letzten Krieges verschollen ist. Draußen ist es kalt und hinter den Zugfenstern werden alte, längst vergessene Geschichten lebendig...
 
Für seinen Roman "Winterbergs letzte Reise" wurde der Autor für den renommierten Preis der Leipziger Buchmesse 2019 nominiert und erhielt 2020 den Chamisso-Preis/Hellerau Award.

Übersetzt aus dem deutschen Original von Michaela Škultéty.
Die tschechische Übersetzung wurde vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und dem Goethe-Institut gefördert.


 

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