13.01.2019 Pergamon- und Panoramamuseum

Panorama der Stadt Pergamon/Panoramamuseum
Panorama der Stadt Pergamon/Panoramamuseum | Foto: Goethe-Institut/Jugendkurs Berlin-Wannsee

Es war ein düsterer und verregneter Sonntagmorgen. Die Motivation der Teilnehmenden hellte sich nicht gerade auf als sie erfuhren, dass es in ein Museum geht – vom dem zweiten erfuhren sie erst nach dem Ersten- aus strategischen Gründen natürlich. Sonst wäre die Motivation noch weiter in die Tiefen des kalten nassen Bodens versunken. Doch wie so häufig entsprechen die Erwartungen nie dem Vorzufindenden. So auch bei den beiden Museen. Als sie das Museum betraten und einen ersten Blick erhaschten vom dem was die Ausstellung darbot, war die Müdigkeit und die Motivationslosigkeit schlagartig verschwunden.

Die Teilnehmer/innen wurden von der immensen Pracht des Ischtar-Tores ins Staunen versetzt. Einer Mischung aus blauen und goldenen Ziegeln mit einer Mischung aus Brauntönen zauberte ein bannendes Farbenspiel vor die Augen der Kinder. Der gut erhaltene Markttor von Milet aus dem 2. Jahrhundert nach Chr. tat sein Übriges. Auf die Frage, welches Ausstellungsstück sich als Hintergrund am besten eigne, kam die Antwort in Form einer gleichmäßigen Bewegung Richtung Trajaneum. Der Tempel, der für Trajan und Zeus erbaut und gewidmet wurde, strahlte eine majestätische und mächtige Aura aus. Der Tempel stellte die Akropolis Pergamons dar, also der höchste Punkt und das Herz der Stadt, in der das kulturelle Leben florierte und sich die wichtigsten Heiligtümer befanden.

Doch auch das Panorama-Museum, das sich allein mit der Stadt Pergamon befasste, war nicht weniger spektakulär. Der Panoramaraum bot eine 360 Grad Rekonstruktion der Stadt Pergamon dar, untermalt durch Musik und nachgebildete Alltagsgeräusche, die in der antiken hellenistischen Stadt so oder so ähnlich geklungen haben. Die Musik und die Geräusche passten sich der Tageszeit an. Die Beleuchtung symbolisierte die Tageszeit. Sonnenaufgang wie –Untergang, Mittagszeit und Nacht der Stadt Pergamon konnten begutachtet werden.

Ein rundum kulturreicher und faszinierender Tag, der ganz im Thema der Antike stand.