16.01.2019 Eine Runde um den Kiez

Vier unserer TeilnehmerInnen auf der Fahrt zurück ins Forum
Vier unserer TeilnehmerInnen auf der Fahrt zurück ins Forum | Foto: Goethe-Institut/Jugendkurs Berlin-Wannsee

Am Mittwoch Nachmittag machten sich die KursteilnehmerInnen auf in das Ihnen noch unbekannte, coole und hippe Viertel Kreuzberg. Angefangen bei der Warschauer Straße, die mit der East-Side Gallery Dreh-und Angelpunkt von Touristen ist, ging es weiter zum Görlitzer Park. Hier befand sich der Görlitzer Bahnhof, der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und später abgerissen wurde. Bis 1985 rollten auf diesem Gelände noch Güterzüge. Ende der 1980er Jahre wurde auf dem Areal ein Park angelegt, der das wichtigste Naherholungsgebiet für die Bewohner des Wrangelkiezes darstellt. Von dort aus ging es entlang der belebten Straßen, die vor allem im Sommer mit Ihren zahlreichen Bars die Menschen aus aller Welt anziehen zum Kottbusser Tor, oder wie es der Berliner sagen würde „Kotti“. 

Er stellt das Epizentrum der türkischen Community in Deutschland dar und bietet eine Vielfalt an kulinarischen Feinheiten. Aus diesem Grund wurde zum Abendessen das Restaurant „Orient-Eck“ aufgesucht. Die günstigen Preise, die Lage direkt am Kotti und der für Berlin so typisch rustikale Charme ohne viel Schicki Micki haben das Restaurant seit 1978 zu einer Kreuzberger Institution erstehen lassen. Der „Spezi-Teller“, der als bekanntestes Gericht des Hauses gilt und mit Dönerfleisch, Pommes, Salat und verschiedenen Saucen daherkommt, stellte für die Jugendlichen ein kulinarisches Highlight dar und führte zu zahlreichen Nachbestellungen. 

Warnten die Reiseführer damals noch vor dem gefährlichen Kiez an der Mauer, so ist mittlerweile eine große Gentrifizierung zu verzeichnen. Eines ist aber geblieben: Kreuzbergs buntes Kultur- und aufregendes Nachtleben. Laut, alternativ und vielfältig zeigte es sich den Kursteilnehmern über den ganzen Ausflug hinweg und hinterließ höchstwahrscheinlich einen anderen, aber schönen Eindruck von Berlin.