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Gareleya Neotodryosh
Junge Kunst aus dem Donbas

  • Eine fotografische Collage des Künstlers Zenhya Tramvay aus Bachmut
    Eine fotografische Collage des Künstlers Zenhya Tramvay aus Bachmut
  • Eine Fotografie der Künstlerin Natalia Kolesnikova aus Luhansk
    Eine Fotografie der Künstlerin Natalia Kolesnikova aus Luhansk
  • Besucherin der Ausstellung in Lysychansk. Künstler: Yegor Gordotko
    Besucherin der Ausstellung in Lysychansk. Künstler: Yegor Gordotko
  • Besucherin der Ausstellung in Riwne. Künstler: Vitaliy Matukhno
    Besucherin der Ausstellung in Riwne. Künstler: Vitaliy Matukhno
  • Eine Illustration des Künstlers Sergey Simutin aus Donezk
    Eine Illustration des Künstlers Sergey Simutin aus Donezk
  • Ausstellung in einem verlassenen Amphitheater in Riwne. Darüber: „Schreite voran“
    Ausstellung in einem verlassenen Amphitheater in Riwne. Darüber: „Schreite voran“
  • Eine Collage der Künstlerin Elizabeth Makhrova aus Lysychansk
    Eine Collage der Künstlerin Elizabeth Makhrova aus Lysychansk
  • Gründer Vitaliy Matukhno führt Besucher*innen durch die Ausstellung in Rubischne
    Gründer Vitaliy Matukhno führt Besucher*innen durch die Ausstellung in Rubischne
  • Digitale Infoscreens in der Bahnstation. Künstlerin: Masha Vyshedska, Bachmut
    Digitale Infoscreens in der Bahnstation. Künstlerin: Masha Vyshedska, Bachmut

Ukrainische Kunst gegen Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit – das Goethe-Institut Bonn und STRÖER unterstützen das Künstlerkollektiv Gareleya Neotodryosh mit einer deutschlandweiten Ausstellung im öffentlichen Raum vom 15.07.-30.09.2022.

УКРАЇНСЬКА

Dem partizipativen und niedrigschwelligen Ansatz des jungen Künstlerkollektivs Gareleya Neotodryosh treu bleibend, sollen die auf den digitalen Infoscreens in Kooperation mit STRÖER deutschlandweit gezeigten Kunstwerke, eine neue Perspektive auf ukrainische Kunst ermöglichen. Das Goethe-Institut Bonn unterstützt die Ausstellung mit ausgewählten Werken, welche wichtige Thematiken wie Diskriminierung, Antifaschismus, Diversität und Weiteres behandeln. Durch das Erscheinen der sehr unterschiedlichen Arbeiten (Collagen, Fotografien, Illustrationen, etc.) in alltäglichen Situationen im öffentlichen Raum, sensibilisiert dieses Projekt für die genannten Themen und fördert somit die Interaktion zwischen Kunst, Künstler*in und Rezipient*in.

Gareleya Neotodryosh („eine Galerie, die nicht abgerissen werden kann”) entstand aus Protest gegen den Mangel an öffentlichem, unzensiertem Ausstellungsraum in Lyssytschansk (Oblast Luhansk). Das Kollektiv fördert gezielt junge aufstrebende Künstler*innen aus dem Donbas, indem es neue, unkonventionelle Räume wie zum Beispiel verlassene Fabriken als Ausstellungsfläche erschließt und somit eine Plattform bietet, um die Werke öffentlich zu zeigen. Ihrem Motto „Gareleya ist offen für alle. Keine Wochenenden, keine Pausen“, bleibt sich das Kollektiv treu. Es wird weiterhin Kunst produziert und gezeigt – national und international, digital und analog.

 
© Leander Mundus

Die erste Ausstellung des Kollektivs entstand an symbolischer Stelle – unter einer Brücke zwischen den Städten Lyssytschansk und Sjewjerodonezk, welche 2014 von russischen Milizen gesprengt, 2016 wieder aufgebaut und 2022 erneut zerstört wurde. Kollektiv-Gründer Vitaliy Matukhno war der Erste, der die dortigen Betonwände als Ausstellungsort für sich erschloss. Seine Kunstwerke im öffentlichen Raum inspirierten einen weiteren Künstler, die Ausstellung organisch um seine eigenen Werke zu erweitern. Dies bestärke Matukhno in seinem Unterfangen weitere Künstler*innen für das Vorhaben zu motivieren. Bei einem ersten Treffen vertauschte dieser aus Versehen die Buchstaben des ukrainischen Wortes „Galereya“ – woraus der originelle Name Gareleya Neotodryosh entstand.

Seit seiner Gründung im Jahre 2020 organisierte das Kollektiv bereits 13 informelle Pop-Up Ausstellungen und gab somit über 100 Künstler*innen aus der Ost-Ukraine die Möglichkeit, ihre Werke einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. 2021 erschien eine Auswahl dieser Arbeiten in einem Zine. Die Veröffentlichung wurde durch das EU-Programm „House of Europe”, welches vom Goethe-Institut Ukraine federführend umgesetzt wird, unterstützt. 

Überall dort, wo Gareleya Neotodryosh auftaucht, werden leere Räume, in denen Kunst in neuen, unkonventionellen Kontexten erlebt werden kann, in Orte der Zusammenkunft verwandelt und somit mit neuer Bedeutung gefüllt. Orte, die einen Gemeinschaftssinn entstehen lassen – nicht nur unter den ausstellenden Künstler*innen, sondern auch mit den Menschen der Städte und Gemeinden, welche zum Schauplatz dieser Pop-Up Ausstellungen werden. „Ich finde die Galerie ist eine Art Plattform geworden, die alle vereint, die hier [in der Ost-Ukraine] leben, arbeiten und kreativ sind.“, erklärte der Künstler Yehor Gordotko der Kyiv Post.

Das Kollektiv ist auch 2022 über sich hinausgewachsen. Gareleya Neotodryosh möchte der ukrainischen Kunstszene nun zu weltweiter Sichtbarkeit verhelfen. Die Ausstellung in Deutschland ist somit nicht nur als Kunstprojekt, sondern auch als kultureller Widerstand gegen Faschismus sowie als ein Zeichen von internationaler Solidarität zu verstehen. 

Getreu ihres Namens „Eine Galerie, die nicht abgerissen werden kann“, setzen die Künstler*innen ihre Arbeit in der Ukraine und weiteren europäischen Ländern fort, darunter in Deutschland, Polen und Georgien. Weitere Ausstellungen sind in Serbien und im Kosovo geplant. Das Kollektiv hält auch während des Krieges zusammen und vereint weiterhin Kunstschaffende, Kunstinteressierte und Institutionen durch ihre Kunst im öffentlichen Raum.

Die Ausstellung im öffentlichen Raum wird bis Ende September in folgenden Städten zu sehen sein: Berlin, Bielefeld, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Gelsenkirchen, Halle, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart.

Künstler*innen

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