30 Jahre Goethe-Institut Düsseldorf

30 Jahre Goethe-Institut Düsseldorf © Goethe-Institut

Das Goethe-Institut – ein Standortfaktor der Internationalisierung

Nach bescheidenen Anfängen mit gerade einmal zwei Klassenräumen in der Kasernenstraße hat das Goethe-Institut Düsseldorf in den dreißig Jahren seit seiner Gründung seine Kursteilnehmerzahl auf über 3.000 Kursteilnehmern pro Jahr gesteigert. Seit 1984 haben so über 75.000 Menschen aus dem Ausland hier am Goethe-Institut Deutsch gelernt.

Düsseldorf – ein idealer Standort

Das weltoffene und nach außen gewandte Düsseldorf mit seinen ca. 700 ausländischen Firmen, einer Vielzahl internationaler Messen, der Heinrich Heine Universität und der Robert Schumann Musikhochschule, ist ein idealer Standort für eine Einrichtung, die sich der Sprach- und Kulturvermittlung verschrieben hat. Ein marktgerechtes Angebot an Deutschkursen unterschiedlicher Länge und Intensität, und ein breites Prüfungsportfolio bedienen die Interessen unterschiedlichster Kundengruppen, egal ob sie Deutsch lernen für Beruf, Studium oder Freizeit.

Viele Motivationen – eine Sprache

So viele Kursteilnehmer wir haben, so vielfältig sind auch deren Motive Deutsch zu lernen. Eine koreanische Pianistin möchte an der Robert Schumann Musikhochschule studieren. Ein saudischer Mediziner bereitet sich auf seine Facharztausbildung an einem Krankenhaus in Köln vor. Ein spanische Ingenieur tritt demnächst eine Stelle bei einem Baukonzern an. Und eine ungarische Journalistin frischt ihr Deutsch auf, um für ein Jahr bei einer großen regionalen Tageszeitung zu arbeiten.

Deutsch lernen – Deutschland kennen lernen

Neben dem eigentlichen Sprachunterricht ist es ein wichtiges Anliegen, unseren Kursteilnehmern einen Zugang zu Leben und Kultur in Düsseldorf und damit im breiteren Sinne in Deutschland zu vermitteln. Gemeinsame Kino- und Theaterabende, Führungen durch die Altstadt und den Medienhafen, Besuche in der Kunstsammlung NRW oder dem Schloss Benrath sind ebenso fester Bestandteil unseres Kultur- und Freizeitprogramms wie Wochenendexkursionen nach Köln, Aachen oder in die Metropole Ruhr.

Sicherlich genauso wichtig wie die Vermittlung der deutschen Sprache und das Kennenlernen des Lebens in Deutschland ist das gegenseitige sich Kennen- und Schätzenlernen der Kursteilnehmer untereinander. Wer meint, dass Konflikte entstehen müssten, wenn in unseren multinationalen Klassen z.B. israelische und palästinensische oder russische und ukrainische Kursteilnehmer zusammen lernen, wird im Institutsalltag jeden Tag aufs Neue eines Besseren belehrt. Unsere Kursteilnehmer verbringen einige Wochen oder in vielen Fällen auch mehrere Monate zusammen, lernen die deutsche Sprache und Kultur kennen und erfahren vieles über Menschen und Kulturen anderer Länder. So entstehen Freundschaften über Länder und Kontinente hinweg. Auch deshalb setzen wir diese schöne und fruchtbare Arbeit mit Freude und großem Engagement fort.
 
Stefan Brunner
Institutsleiter