human BEING | being HUMAN
Eine Doppelausstellung mit Werken von Jochen Kitzbihler

martian landscapes, Courtesy NASA/JPL-Caltech © artwork: Jochen Kitzbihler

human BEING
23.09.2017 - 16.11.2017
Kunstraum Foth
Barbarastr. 4, 79106 Freiburg
Di - Do: 16 - 19 Uhr
Vernissage 23.09.2017, 19 Uhr
being HUMAN
21.09.2017 - 17.10.2017
Goethe-Institut Freiburg
Wilhelmstr. 17, 79098 Freiburg
Mo - Do: 9 - 17 Uhr, Fr: 9 - 14 Uhr
Vernissage 21.09.2017, 19 Uhr
Musik: Philip Klüser

 
Unsere Vorstellung von der Natur ist überholt. Der Mensch formt die Natur. Das ist der Kern der Anthropozän-These, die einen Paradigmenwechsel nicht nur in den Naturwissenschaften ankündigt, sondern darüber hinaus in Kultur, Politik und Alltag nach neuen Wegen sucht. Die Parallelausstellung human BEING / being HUMAN des konzeptuell geprägten Bildhauers Jochen Kitzbihler stellt die Frage nach Herkunft und Sehnsucht der menschlichen Spezies im Kontext dieses Transformationsprozesses. Kommt unser Streben nach Entwicklung und Ausdehnung noch aus einer "natürlichen" Neugier und ist Teil unserer kulturellen Selbst-bestimmung oder handelt es sich längst um Hybris? Dem Vordringen des Menschen in die Tiefen der Erde und des Kosmos setzt der Künstler in seinen Werken Sinnlichkeit und Kontemplation entgegen. "Mit den Mitteln der Kunst lote ich in den beiden, sich ergänzenden Ausstellungen die Befindlichkeit, die fragile Existenz des Menschen und zugleich die der Kunst selbst aus.“

Im teilweise abgedunkelten Kunstraum Foth ist als zentrale Rauminstallation „Seltene Erde“, eine im Spotlight inszenierte, blaue Quarzit-Kugel zu sehen (siehe Bild). Dort findet sich auch die legendäre Aufnahme „Pale Blue Dot“ der Sonde Voyager 1. Die Wandskulptur „Erdling“ (= Adam, siehe Pressebild1) reflektiert den Beginn der Menschheit. Korrespondierend wird im Goethe-Institut die sechs Meter lange Schriftinstallation „BEING“ aus polierten Edelstahl-Buchstaben gezeigt. Sie verweist auf die beide Ausstellungen umfassende Frage nach Herkunft und Sehnsucht des Menschen im Anthropozän.

Im Rahmen der Ausstellung findet ein Gespräch zum Thema „Ästhetik und Ethik im Zeitalter des Anthropozäns“ statt.

12. 10., 19.00 Uhr, Goethe-Institut Freiburg
Mit: Jochen Kitzbihler, Dr. Markus Aronica (Theologe), Christine Litz (Direktorin des Museums für Neue Kunst, Freiburg), Otto Wöhrbach (Astronom)
Moderation: Susanne Sporrer (Leiterin des Goethe-Instituts Freiburg)

Mit anschließendem Spaziergang zum Kunstraum Foth.