Rückblick: DaF/DaZ Tagung
Für Deutschlehrende und die, die es werden möchten

DaF/DaZ Tagung am Goethe-Institut München Foto: Goethe-Institut/Julie Bardiani

„Besser Deutsch Lehren“: Unter diesem Motto trafen am 23. November 2017 im Goethe-Institut München über 100 Deutschlehrende zu einem Fortbildungstag zusammen. Das Workshop-Angebot war sehr vielfältig. Die ersten Lehrenden kamen um halb neun und die letzten gingen am Abend um halb sieben.

Der Austausch stand bei allen Workshops im Mittelpunkt und dieser wurde außerhalb der Fortbildungsangebote in den Kaffeepausen intensiv fortgesetzt. Die Lehrenden kamen aus der gesamten Stadt München, vom Goethe-Institut, von der Volkshochschule, von der Universität und den Münchener Sprachschulen.

Auch die Referenten/-innen waren bunt gemischt: Das Goethe-Institut, die Ludwig-Maximilians-Universität, der Hueber Verlag und der Klett Verlag schickten Experten aus dem Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) und sogar vom Theater konnten Wissen und Techniken weiter gegeben werden. Gearbeitet wurde Mal an lernerorientierten Themen und Mal an dem ureigenen Kapital jeder Lehrkraft, der Stimme.

Zur weiteren Orientierung rund um die DaF/DaZ-Materialien hatte die Buchhandlung Hugendubel einen eigenen Stand im Goethe-Institut München aufgebaut und damit allen Teilnehmer/-innen die Möglichkeit eingeräumt, ungestört in aktuellen Materialien zu stöbern, etwas zu bestellen oder zu kaufen.

Uns bleibt nur, allen die da waren und für die fröhliche, intensive Atmosphäre gesorgt haben, ganz herzlich zu danken und den Lehrenden viel Vergnügen bei der Umsetzung der neuen Anregungen zu wünschen.

Dr. Manuela Beck
Institutsleiterin

Programm

Sara Vicente (Hueber Verlag)
Kommunikation in der Zielsprache als Weg und Ziel


Die Fremdsprache ist nicht nur Gegenstand des Lernens, sondern auch das Kommunikationsmittel. Sprache ist das Ziel und der Weg zugleich. Setzen Lehrer im Unterricht die Zielsprache systematisch ein, erweitert sich dadurch der zielsprachliche Input für die Lernenden und somit auch die Anzahl der Lerngelegenheiten. Dies ist auf A1- und A2-Niveau allerdings eine besonders große Herausforderung: Zum einen können die Lernenden noch wenig verstehen, zum anderen fällt es ihnen noch schwer, selbst die Kommunikation im Unterricht zu initiieren bzw. den Unterricht sprachlich mitzugestalten.

Wie sollte Unterrichtssprache gestaltet werden? Wie kann die Kommunikation gefördert werden? Diesen Fragen gehen wir im Workshop auf den Grund.

Nach einem theoretischen Überblick und Austausch von Meinungen und Erfahrungen werden Übungen und Aufgaben sowie Anweisungen und Strategien aus den Lehrwerken Menschen und Schritte International Neu vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die Schwerpunkte liegen dabei u.a. auf der sprachlichen Anpassung des Inputs an das Niveau der Lernergruppe, dem Einbezug des Englischen als lingua franca, der Vermittlung unterrichtsbezogener, sprachlicher Routinen und der Arbeit mit Redemitteln und Gedächtnisstützen.

Bettina Ulrich
Stimmbildung für LehrerInnen


Gorillahaltung? Gandilächeln? Krone? DiDaDu?
anders gesagt: Atmung, Haltung, Kopfresonanz, Vordersitz

Das Instrument Stimme ist für alle Lehrenden von großer Bedeutung, ohne sie geht gar nichts. Wir nähern uns dem Thema Stimmbildung aus der theoretischen Perspektive, um dann den Schwerpunkt auf praktische Übungen zu legen. Die vorgestellten Strategien, Tipps und Tricks können Sie jederzeit und überall trainieren und anwenden, unter der Dusche ebenso wie vor der Klasse.

Verschaffen Sie sich einen kurzen Einblick und lassen Sie sich von Stimme begeistern!

Dr. Dimitri Kletschko (Goethe-Institut)
Kompetenzorientierter Unterricht mit digitalen Medien


Die Kompetenzorientierung im Unterricht findet in den letzten Jahren in theoretischen und methodisch-didaktischen Ansätzen immer größere Beachtung. Zentralen Stellenwert bei der Kompetenzentwicklung nimmt das kumulative Lernen ein, das eine reflektierte Unterrichtsgestaltung voraussetzt. Im Workshop werden Merkmale eines kompetenzorientierten Fremdsprachenunterrichts thematisiert und ausgewählte digitale Werkzeuge vorgestellt. Auf der Grundlage mediendidaktischer Reflexionen wird aufgezeigt, wie man das Potenzial von digitalen Medien für kompetenzorientierte Unterrichtskonzepte nutzen und den Spracherwerb fördern kann.

Kaffeepause

Oliver Leuchte (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Arbeitsanweisungen verstehen und umsetzen


Der Workshop zeigt kontrastiv auf, welche Schwierigkeiten jenseits der Sprache (vor allem im kulturellen oder auch intellektuellen) Verstehen von Aufgabenstellungen bestehen. Hierzu greifen Sie auf für DaF Lehrende fachfremde Aufgabenstellungen zurück, so dass es den TN gelingt einen Perspektivwechsel zu vollziehen und somit Schwierigkeiten der eigenen Kursteilnehmer bzw. Schüler. Darauf aufbauend wird die Formulierung von DaF typischen Aufgabenstellungen trainiert.

Daniela Niebisch
Gut (aus)gesprochen ist gut verstanden! – Wortakzent und Satzmeldodie


Fehlerhafte und undeutliche Aussprache erschweren die Kommunikation mehr als „falsche“ Grammatik. Eine überaus wichtige Rolle für die Verständigung spielt die Prosodie (Akzent, Rhythmus, Melodie). Denn während der Hörer einen falsch artikulierten Einzellaut für sich meist „richtigstellen“ kann, kann ein konsequent falscher Sprechrhythmus die Kommunikation zum Scheitern verurteilen. In diesem Workshop können Sie Übungen zu Wort- und Satzakzent, Rhythmus und Melodie kennenlernen und selbst ausprobieren. Dabei werden alle Niveaustufen (A1-C1) berücksichtigt und Sie erhalten Tipps, wie Sie Aussprache-Übungen mit anderen Unterrichtsthemen verknüpfen können.

Barbara Sabel (Klett Sprachen)
Schreibmotivation auf der Stufe B2: Der lange Atem zum korrekten B2 Text


Wie kann ich Deutschlernende zum Schreiben motivieren? Wie können sie über gelenkte Schreibübungen zu selbständiger und freier Textproduktion gebracht werden?

In diesem Workshop können Sie Übungen zur Textproduktion kennenlernen und selbst ausprobieren, überwiegend auf dem Niveau B2, mit Beispielen aus Aspekte neu B2 und weiteren Didaktisierungsvorschlägen.

Mittagspause

Bettina Ulrich
Stimmbildung für LehrerInnen


Gorillahaltung? Gandilächeln? Krone? DiDaDu?
anders gesagt: Atmung, Haltung, Kopfresonanz, Vordersitz

Das Instrument Stimme ist für alle Lehrenden von großer Bedeutung, ohne sie geht gar nichts. Wir nähern uns dem Thema Stimmbildung aus der theoretischen Perspektive, um dann den Schwerpunkt auf praktische Übungen zu legen. Die vorgestellten Strategien, Tipps und Tricks können Sie jederzeit und überall trainieren und anwenden, unter der Dusche ebenso wie vor der Klasse.

Verschaffen Sie sich einen kurzen Einblick und lassen Sie sich von Stimme begeistern!

Oliver Leuchte (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Arbeitsanweisungen verstehen und umsetzen


Der Workshop zeigt kontrastiv auf, welche Schwierigkeiten jenseits der Sprache (vor allem im kulturellen oder auch intellektuellen) Verstehen von Aufgabenstellungen bestehen. Hierzu greifen Sie auf für DaF Lehrende fachfremde Aufgabenstellungen zurück, so dass es den TN gelingt einen Perspektivwechsel zu vollziehen und somit Schwierigkeiten der eigenen Kursteilnehmer bzw. Schüler. Darauf aufbauend wird die Formulierung von DaF typischen Aufgabenstellungen trainiert.

Barbara Sabel (Klett Sprachen)
Schreibmotivation auf der Stufe B2: Der lange Atem zum korrekten B2 Text


Wie kann ich Deutschlernende zum Schreiben motivieren? Wie können sie über gelenkte Schreibübungen zu selbständiger und freier Textproduktion gebracht werden?

In diesem Workshop können Sie Übungen zur Textproduktion kennenlernen und selbst ausprobieren, überwiegend auf dem Niveau B2, mit Beispielen aus Aspekte neu B2 und weiteren Didaktisierungsvorschlägen.

Kaffeepause

Sara Vicente (Hueber Verlag)
Kommunikation in der Zielsprache als Weg und Ziel


Die Fremdsprache ist nicht nur Gegenstand des Lernens, sondern auch das Kommunikationsmittel. Sprache ist das Ziel und der Weg zugleich. Setzen Lehrer im Unterricht die Zielsprache systematisch ein, erweitert sich dadurch der zielsprachliche Input für die Lernenden und somit auch die Anzahl der Lerngelegenheiten. Dies ist auf A1- und A2-Niveau allerdings eine besonders große Herausforderung: Zum einen können die Lernenden noch wenig verstehen, zum anderen fällt es ihnen noch schwer, selbst die Kommunikation im Unterricht zu initiieren bzw. den Unterricht sprachlich mitzugestalten.

Wie sollte Unterrichtssprache gestaltet werden? Wie kann die Kommunikation gefördert werden? Diesen Fragen gehen wir im Workshop auf den Grund.

Nach einem theoretischen Überblick und Austausch von Meinungen und Erfahrungen werden Übungen und Aufgaben sowie Anweisungen und Strategien aus den Lehrwerken Menschen und Schritte International Neu vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die Schwerpunkte liegen dabei u.a. auf der sprachlichen Anpassung des Inputs an das Niveau der Lernergruppe, dem Einbezug des Englischen als lingua franca, der Vermittlung unterrichtsbezogener, sprachlicher Routinen und der Arbeit mit Redemitteln und Gedächtnisstützen.

Daniela Niebisch
Gut (aus)gesprochen ist gut verstanden! – Wortakzent und Satzmeldodie


Fehlerhafte und undeutliche Aussprache erschweren die Kommunikation mehr als „falsche“ Grammatik. Eine überaus wichtige Rolle für die Verständigung spielt die Prosodie (Akzent, Rhythmus, Melodie). Denn während der Hörer einen falsch artikulierten Einzellaut für sich meist „richtigstellen“ kann, kann ein konsequent falscher Sprechrhythmus die Kommunikation zum Scheitern verurteilen. In diesem Workshop können Sie Übungen zu Wort- und Satzakzent, Rhythmus und Melodie kennenlernen und selbst ausprobieren. Dabei werden alle Niveaustufen (A1-C1) berücksichtigt und Sie erhalten Tipps, wie Sie Aussprache-Übungen mit anderen Unterrichtsthemen verknüpfen können.

Dr. Dimitri Kletschko (Goethe-Institut)
Kompetenzorientierter Unterricht mit digitalen Medien


Die Kompetenzorientierung im Unterricht findet in den letzten Jahren in theoretischen und methodisch-didaktischen Ansätzen immer größere Beachtung. Zentralen Stellenwert bei der Kompetenzentwicklung nimmt das kumulative Lernen ein, das eine reflektierte Unterrichtsgestaltung voraussetzt. Im Workshop werden Merkmale eines kompetenzorientierten Fremdsprachenunterrichts thematisiert und ausgewählte digitale Werkzeuge vorgestellt. Auf der Grundlage mediendidaktischer Reflexionen wird aufgezeigt, wie man das Potenzial von digitalen Medien für kompetenzorientierte Unterrichtskonzepte nutzen und den Spracherwerb fördern kann.

Dr. Imke Mohr und Renate Köhl-Kuhn (Goethe-Institut)
Fortbildung – praxisorientiert und nachhaltig

Fortbildungen für DaF- und/oder DaZ-Lehrkräfte so zu gestalten,
  • dass sie deren Erfahrungen und Bedarfe berücksichtigen,
  • dass die Teilnehmenden Impulse erhalten, ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln,
  • und dass dabei ihre Unterrichtspraxis konsequent im Fokus ist,
das ist das Ziel von Lehrerfortbildner/inne/n.

Wir zeigen anhand von Beispielen guter Praxis, wie solche Fortbildungen gelingen können, und möchten darüber mit Kolleg/inn/en ins Gespräch kommen.

Referenten/-innen

Kooperationspartner

Hugendubel Fachinformationen Hueber Verlag Klett Sprachen