Berlin - Tallinn © Nancy Schneider | Goethe-Institut

Nahaufnahme

Das Goethe-Institut ermöglicht mit seinem Projekt Nahaufnahme Journalisten/-innen aus aller Welt, an einem Austauschprogramm mit deutschen Kollegen/-innen teilzunehmen. Seit 2008, in dem das Projekt das erste Mal durchgeführt wurde, sind Zeitungs-, TV-, Radio- und Onlineredakteure/-innen jeweils für drei bis vier Wochen zu Gast in fremden Redaktionen.
 
Nahaufnahme oder Close-Up – damit wird im Filmbereich eine Kameraeinstellung bezeichnet, bei der besonders Oberkörper und Kopf der handelnden Personen im Bildausschnitt gezeigt werden. So kann der Zuschauer Mimik und Gestik genau beobachten. Beim Austauschprojekt des Goethe-Instituts steht eben dieser Gedanke im Mittelpunkt. Die teilnehmenden Journalisten bekommen die Möglichkeit, Nahaufnahmen aus dem Leben einer anderen Stadt, eines anderen Landes zu recherchieren und medial weiterzugeben. Das Projekt möchte so den Kulturaustausch fördern. Gleichzeitig dient es der professionellen Weiterbildung und Vernetzung.

In diesem Jahr nimmt am Journalistenaustausch auch die Estin Mari Peegel teil. Sie ist die Leiterin der Kulturredaktion der Tageszeitung Eesti Päevaleht. Für das Projekt des Goethe-Instituts reist Mari Peegel für knapp vier Wochen nach Deutschland, um dort ihre Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich des Kulturjournalismus in die Redaktion des Deutschlandfunk Kultur einzubringen.

Nicht nur Mari Peegel wird den Redaktionsalltag in einem anderen Land kennenlernen: Ebenso wie sie selbst, wechselt auch die in Berlin arbeitende Susanne von Schenck ihren Arbeitsplatz und wird für vier Wochen in Tallinn bei Eesti Päevaleht tätig sein

www.goethe.de/nahaufnahme
Eesti Päevaleht
Deutschlandfunk Kultur

Mari Peegel © Tiit Blaat-Ekspress Media © Tiit Blaat-Ekspress Media Mari Peegel

ist eine estnische Journalistin, die bereits seit über zehn Jahren über Kultur und Gesellschaft schreibt. Sie arbeitet hauptberuflich für die Tageszeitung „Eesti Päevaleht“, schreibt aber auch für andere Zeitungen und Kulturmagazine. 2016 war sie für den Kritikerpreis des estnischen Literaturmagazins „Looming“ nominiert. Mari Peegel ist Mitglied des estnischen PEN Zentrums. 


 

Susanne von Schenck Foto: privat

Susanne von Schenck

studierte Romanistik und Germanistik in Frankreich und Deutschland. Ihre journalistische Arbeit begann sie beim französischen Fernsehen France 3 und dem ZDF, bevor sie sich dem Radio zuwandte, erst SWR, dann Deutschlandfunk Kultur. Dort arbeitet sie seit über zwanzig Jahren als feste Freie sowohl redaktionell als auch als Autorin. Ihre Themen sind vor allem in der Kultur angesiedelt: Buchrezensionen, Autorenporträts, Kulturtipps aus ganz Deutschland; in Features stellt sie Städte und Regionen vor.