Symposium Populismus, Nationalismus und radikalisierte Diskurse

Vortrag © Baltisch-Deutsches Hochschulkontor

Do, 19.04.2018

Tallinna Kunstihoone

Vabaduse väljak 6

Forschungsperspektiven sozialer Identitätsbildungsprozesse (in Geschichte und Gegenwart)

Das Symposium „Populismus, Nationalismus und radikalisierte Diskurse – Forschungsperspektiven sozialer Identitätsbildungsprozesse (in Geschichte und Gegenwart“ widmet sich, ausgehend vom Wiederaufleben des Nationalismus und Populismus in Europa den Dynamiken und Kräften, welche diese Prozesse vorantreiben. Welche Rolle spielen soziale Identitätsbildungsprozesse in diesem Kontext? Inwiefern unterstützen Internet und Soziale Medien die Polarisierung der Gesellschaft sowie Radikalisierungsprozesse? Um diese Prozesse besser zu verstehen, beleuchtet das Symposium die Fragestellungen sowohl aus psychologischer, soziologischer sowie kommunikationsorientierter als auch aus historischer Perspektive.

Folgende drei kurze Vorträge bilden die Grundlage für die anschließende Diskussionsrunde: 
  • „Wir und die Anderen: Psychologische Mechanismen, die unsere Vorstellungen von Identität formen.“ - Dr. Christiane Stempel
  • „Online-Enthemmung, Echokammern und dichtomisierende Propaganda – Mechanismen und Dynamiken in Radikalisierungsprozessen und wie das Internets und die sozialen Medien sie begünstigen“ – Dr. Nadine Jukschat
  • „Die Manifestierung des Konzepts ‚Feind‘ in der Literatur und Bildenden Kunst im 20. Jahrhundert in Estland“ – Irina Belobrovtseva, Aurika Meimre

Das Symposium richtet sich ausdrücklich nicht nur an Studierende und Lehrende, sondern möchte ein breites Publikum ansprechen.
 
Referentinnen:
Dr. Christiane Stempel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Vortragende an der Medical School Hamburg (MSH) mit dem Schwerpunkt Lehre in der Arbeits- und Organisationspsychologie. Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich auf den Bereich Führung, Gesundheit und Diversität. Ein besonderes Augenmerk ihrer Arbeiten liegt dabei auf Forschung zu Stereotypen und Genderfragestellungen. Ihre Forschungsergebnisse präsentierte sie bereits auf mehreren nationalen wie internationalen Konferenzen und erhielt 2016 den „Best paper award“ der European Association of Work and Organizational Psychology.

Dr. Nadine Jukschat ist Kultursoziologin und derzeit Leiterin des Forschungsprojekts „Radikalisierung im digitalen Zeitalter – Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention“ am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachen e.V. (Kfn) in Hannover. Sie ist Expertin für qualitative Forschungsmethoden und forscht derzeit über den Einfluss des Internets auf Radikalisierungsprozesse sowie die Verbindung zwischen Neuen Medien und Radikalisierung.

Prof. Irina Belobrovtseva, Prof. Aurika Meimre
Prof. Irina Belobrovtseva ist Philologin und Kulturwissenschaftlerin an der Universiät Tallinn. Derzeit leitet Sie das Forschungsprojekt „Estland zwischen Ost und West: Das Paradigma der Vorstellungen von ‚Eigen‘, ‚Anders‘, ‚Fremd’, ‚Freind‘ in der estnischen Kulturen des 20. Jahrhunderts”, das durch die Archimedes Stiftung Estland und den Estnischen Forschungsrat gefördert wird (IUT 18-4 & Tk TAU16078). Ihr Forschungsgebiete sind: Russische Literatur und Cultur des 20.-21. Jahrhunderts, russisch-estnische Kulturwissenschaft, Zweisprachigkeit und Intermedialität.
Prof. Aurika Meimre ist Dozentin für Russische Kultur in Estland und Senior Researcher an der Universität Tallinn

Moderation
Dr. Katrin Nyman-Metcalf
ist Gastprofessorin für Jura an der Technischen Universität Tallinn, Ratsvorsitzende des Estnischen Zentrums für Menschenrechte sowie Programmdirektorin für Forschung an der E-Governance Akademie in Estland.

Organisatoren:
Goethe-Institut Estland in Zusammenarbeit mit dem Baltisch-Deutschem Hochschulkontor sowie der Kunsthalle Tallinn im Rahmen des Kulturfestivals „Deutscher Frühling 2018.

 
 

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