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Gert Loschütz
Ein schönes Paar

Buchcover "Ein schönes Paar" von Gert Loschütz © Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH, Frankfurt am Main 2018 Inhalt

„Beim Ausräumen seines Elternhauses stößt der Fotograf Phillip auf einen Gegenstand, der in der Geschichte seiner Eltern eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die beiden, Hertha und Georg, waren ein schönes Paar. Philipp erinnert sich an ihr junges Liebesglück, ihre Hoffnungen und Gefährdungen, an die überstürzte Flucht seines Vaters aus der DDR in den Westen. Das hätte, da ihm die Mutter und der Junge ein paar Tage später folgen, der Beginn eines erfüllten Lebens sein können, tatsächlich aber trug die Flucht den Keim des Unglücks in sich. Nach und nach geht Philipp das Paradoxe der elterlichen Beziehung auf: Dass es die Liebe war, die ihre Liebe zerstörte.“

Kommentar der Jury

Die Spaltung Deutschlands ist hier die Folie, auf der sich das Erzählen entfaltet. Zunächst ist es diese Spaltung, durch die die Liebenden zwischenzeitlich auseinander gerissen werden: Die Teilung der großen Einheit Heimat bedingt die Teilung der kleinsten Einheit – des Paares. „Der Roman erzählt vom individuellen Sehnen unter kollektivem Zwang, auch wenn er vermeintlich als altmodische Liebesgeschichte daher kommt“ schreibt die Süddeutsche Zeitung. Wie beim vorangegangenen Roman finde ich die Thematisierung des Lebens in der DDR  von Interesse für das arabische Lesepublikum.
   

targmat:na

Das Literaturportal „targmat:na“ präsentiert ausgewählte, deutschsprachige Neuerscheinungen, die von einer Expert*innen-Jury zur Übersetzung ins Arabische empfohlen werden

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