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Ehemalige Teilnehmende übernehmen das Alumni-Programm

Im Rahmen des Alumni Exchange Programms gibt Osama Helmy einen Origami-Workshop am Goethe-Institut Kairo
Im Rahmen des Alumni Exchange Programms gibt Osama Helmy einen Origami-Workshop am Goethe-Institut Kairo | ©Goethe-Institut Kairo/Rowan El Shimi

Das Alumni-Programm, welches im Jahr 2015 vom Goethe-Institut ins Leben gerufen wurde, soll seit seiner Gründung die Absolventen der unzähligen Trainings des Goethe-Instituts zusammenbringen, sowohl zum geselligen Beisammensein als auch für Bildungsmöglichkeiten. Während die meisten vergangenen Workshops von externen Trainerinnen und Trainern durchgeführt worden sind, wurden zwei parallel stattfindende Trainings im November dieses Mal von zwei Alumni gehalten.

Der Workshop „Alumni Exchange Series“ soll bereits im Dezember fortgesetzt werden. Die Workshops werden im Vorfeld zur abschließenden Jahresveranstaltung des Programms „Dialog & Wandel“ stattfinden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Runde meldeten sich entweder zu einem Origami-Workshop, der von Künstler Osama Helmy (in Kulturkreisen als Ozoz bekannt) gehalten wurde, oder zu einem Projektmanagement-Seminar an, welches von Shaymaa Kadry, Gründerin und Geschäftsführerin der GISR Institution for Survey Research, gehalten wurde. Die Trainer/-innen sind einem Aufruf gefolgt, der an die Alumni gesendet wurde, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Workshops zu halten.

Voneinander lernen

Ozoz, ein Performance-Künstler, der Origami sowohl bei seinen Vorführungen als auch als Schulungsmittel einsetzt, war ein Teilnehmer der Civic Education Conference in Tunesien in diesem Jahr. Das war sein erster Kontakt mit dem Alumni-Programm. „Ich mochte die Idee, dass Menschen voneinander lernen“, sagt er. „Besonders begeistert war ich davon, dass die Gruppe viele Teilnehmende hatte, die in Kulturzentren und Nichtregierungsorganisationen arbeiten. Daher wollte ich ihnen eine Kostprobe der Anwendungsgebiete und der Geschichte von Origami geben.“ Sein Workshop begann mit einem kurzen Kennenlernspiel, bei dem Papierflugzeuge zum Einsatz kamen. Nach einem kurzen Abriss der Geschichte der japanischen Kunst des Origami folgte dann die Zeit zum Erlernen des Faltens.
 
„Ich bevorzuge es, dem Ansatz des chinesischen Sprichwortes zu folgen, das Fischen zu lehren statt Fische zu verschenken“, sagt Ozoz. „Ich zeige lieber Abkürzungen, Regeln und Techniken als vorzuführen, wie man eine bestimmte Form anfertigt. Außerdem habe ich Arbeitsblätter verteilt und sie ihre eigenen Figuren erstellen lassen, während ich sie dabei unterstützte und Tipps gab“, erklärt er. Für Shady El Anany, Teilnehmer des Origami-Workshops und künstlerischer Leiter, der für das National Cinema Institute als Teil des Kulturministeriums arbeitet, war es das erste Mal, dass er an den Veranstaltungen des Alumni-Programms teilnahm. „Origami ist eine neue Kunst für mich. Aber besonders mochte ich die Idee, dass der Workshop von Alumni gehalten wurde, das ist in der Tat mal etwas anderes. Das Konzept des gegenseitigen Lernens in der Gruppe war wirklich interessant“, sagt er. „Es ist eine gute Gelegenheit, Erfahrungen, Kunstformen und Informationen auszutauschen und gleichzeitig erweitert man sein Netzwerk.“

Inhalt aus verschiedenen Perspektiven

Kadry zeigte den Teilnehmenden ihres Workshops in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung wie man ein Projekt erfolgreich leitet: Angefangen beim Betrachten des Projektinhalts, über den zeitlichen Rahmen und die Qualität der Arbeit, bis hin zur Risikobewertung - mit allen Einzelheiten, die jeder dieser Aspekte mit sich bringt. Der Workshop beinhaltete mehrere Diskussionen unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern darüber, wie diese Schritte in ihrer eigenen Arbeit angewendet werden könnten. „In dieser Runde gab es verschiedene Beiträge, von Regierungseinrichtungen über die Privatwirtschaft bis hin zu Nichtregierungsorganisationen. Wir hatten somit die Möglichkeit, den Inhalt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten“, sagt Mostafa Khafagi, der 2014 an einem Training-of-Trainers-Programm teilgenommen hat und bei mehreren Einrichtungen als Kulturmanager arbeitet.
 
„Was ich aus diesem Training mitnehme ist, dass es einen Unterschied gibt zwischen Projektmanagement und dem Management einer Einrichtung“, sagt ein Teilnehmer des Workshops, Ahmed Basha, der ebenfalls an einem Training-of-Trainers-Workshop im Rahmen des Programms zur zivilgesellschaftlichen Bildung des Goethe-Instituts 2014 teilgenommen hat und der in der Veranstaltungsorganisation für Radfahrgemeinschaften und im Ingenieurverband tätig ist. „Oftmals sind die beiden vermischt. Es war wichtig zu unterscheiden, dass ein Projekt einen Beginn und ein Ende hat.“ „Für mich waren die Definitionen von Bedeutung“, sagt Mohamed El Sherbiny, ein Absolvent des Medientrainings „Road to Germany“, welches in Deutschland stattfindet. „Es war hilfreich, Begriffe wie „Projekt“, „Produktionslinie“ und „nachhaltige Arbeit“ besser zu verstehen. Und auch, wie man Ziele mit dem wissenschaftlichen Ansatz einer Schritt-für-Schritt-Planung erreicht. Das Thema „Risikobewertung“ war ebenso sehr nützlich. Es ist wirklich vorteilhaft, die Themen durch diese Workshops mit den Alumni weiter zu vertiefen, so dass es kein einmaliges Training ist, sondern sich mehr Gelegenheiten bieten, zu lernen und das Gelernte aufzufrischen – gerade, weil es der schwierigste Teil des Prozesses ist, in unserer täglichen Arbeit anzuwenden was wir lernen“, fasst Sherbiny zusammen.

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