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Ensemble pour l’environnement

Die Bevölkerung Mauretaniens ist durch die geografischen Gegebenheiten ihres Landes und die zunehmende Wüstenbildung stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Mit dem Projekt „Ensemble pour l’environnement“ greift das Goethe-Institut diese Herausforderungen auf und möchte den innergesellschaftlichen Dialog bezüglich der Themen Umwelt und Klima anregen und Austausch für Diskussion und Reflexion schaffen.

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Ensemble pour l’environnementFoto: © Privat

Mauretanien ist zu drei Viertel von der Sahara bedeckt und ist somit eines der Länder, das am stärksten von den Auswirkungen der Wüstenbildung und schweren Dürreperioden betroffen ist. Der Verlust natürlicher Lebensräume und die Wasserknappheit verursachen einen Exodus von ländlichen Gebieten Richtung Hauptstadt, welche durch die Zuwanderung und der ansteigenden Umweltverschmutzung vor großen Herausforderungen steht.
 
Die Auswirkungen des Klimawandels und die Verschmutzung der Umwelt stellen Probleme dar, welche die gesamte Bevölkerung in Mauretanien betrifft. Bereits einige lokale Organisationen oder NGOs engagieren sich für die Umwelt, ein kollektives Bewusstsein bezüglich des Umweltschutzes ist in Mauretanien jedoch kaum existent. Dies hängt unter anderem mit mangelnder finanzieller Unterstützung zusammen. Die wirtschaftliche Situation in Mauretanien lässt kaum zu, dass der Zivilgesellschaft in diesem Bereich Möglichkeiten zum Engagement geboten werden.
 

GEMEINSAM FÜR DIE UMWELT

Im Rahmen des Projekts „Ensemble pour l’environnement“ (zu Deutsch „Gemeinsam für die Umwelt“) sollen daher innovative Projektideen rund um die Themen Klima und Umwelt in Mauretaniens Hauptstadt Nouakchott gefördert werden, die gleichzeitig das Potential aufweisen, den Austausch zwischen den verschiedenen Gesellschaftsgruppen zu steigern. Durch das Projekt soll ein kollektives Verantwortungsgefühl in Bezug auf umweltbezogene Thematiken angeregt werden. Hierfür wird ein Förderfonds eingerichtet, auf den sich Organisationen sowie Einzelpersonen mit ihren Projektideen, wie beispielsweise die Aufwertung des öffentlichen Raumes, das Schaffen von Grünflächen oder die ökologische Sensibilisierung der Gesellschaft, bewerben können. Die zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure, die in der Realisierung ihrer Projekte unterstützt werden, haben im Vorfeld die Möglichkeit, an Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen, um sich auf die eigenständige Umsetzung der Projekte vorzubereiten.
 
Der Anreiz zum gesamtgesellschaftlichen Dialog wird insbesondere auch im Zuge der Abschlussveranstaltung, bei der die umgesetzten Initiativen der Öffentlichkeit vorgestellt werden, an das Publikum und somit an die mauretanische Zivilgesellschaft weitergeleitet. Die Projekte sollen interessierte Personen motivieren, sich für die Umwelt oder in anderen gesellschaftsrelevanten Bereichen zu engagieren. Die aktive Gestaltung ihrer Lebenswelt und die positiven Auswirkungen der eigenen Aktivitäten können langfristig die mauretanische Bevölkerung zu einer aktiven Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung an verschieden politischen Prozessen und -Entscheidungsfindungen motivieren und befähigen.
 
„Ensemble pour l’environnement“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts, gefördert durch das Auswärtige Amt.

Projekte 2021 Alex Barnica © Goethe Insitut

Projekte 2021

Mit einer öffentlichen Ausschreibung wurde im November 2020 zur Bewerbung von Umweltprojekten und -initiativen aus der Kommune Sebkha in der Hauptstadt Nouakchott aufgerufen. Fünf der 22 eingereichten Bewerbungen wurden schliesslich von einer unabhängigen Jury zur Förderung ausgewählt und werden ihre vielfältigen Projektideen, vom urbanen Gemüsegarten bis zum kreativen Plastikrecycling, im Verlaufe des Jahres 2021 umsetzen.

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