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Gender-Bewusstsein

Um das Selbstbewusstsein und -verständnis ägyptischer Frauen auf zivilgesellschaftlicher Ebene zu stärken, bietet das Goethe-Institut gemeinsam mit lokalen Partnern verschiedene Trainings, Workshops und einen Fundus digitalen Wissens an. Regelmäßige Treffen von Vertreterinnen und Vertretern von Organisationen, die sich mit Genderfragen und Women Empowerment auseinandersetzen, dienen zudem der Vernetzung von lokalen Akteuren und bieten Raum zur Diskussion. 

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  • Gender Workshop University Assiut Goethe-Institut Kairo / Nadia Mounir
  • First Day Gender Trainings Luxor Goethe-Institut Kairo / Sabry Khaled

Sexuelle Belästigung, Gewalt und Genitalverstümmelung: Nach einer 2013 veröffentlichten Studie der Thomas Reuter Foundation haben die Frauen Ägyptens mit mehr Problemen zu kämpfen als in jedem anderen arabischen Staat. Gleichzeitig wächst aber das Bewusstsein für die bestehenden Probleme: Das Problem der sexuellen Belästigung ist in den letzten Jahren dank mutiger Kampagnen wie HarassMap in den öffentlichen Diskurs eingegangen und wird von verschiedensten Seiten aktiv bekämpft.

Sensibilisierung und Stärkung

Das Goethe-Institut unterstützt das erwachte Bewusstsein für Genderfragen und für die Bekämpfung von Diskriminierungen und überholten Rollenzuschreibungen durch Trainings- und Workshopangebote, in denen auf die längerfristige und intensive Ausbildung einer Fokusgruppe von Akteurinnen und Akteuren in einer Region abgezielt wird. So werden in Zusammenarbeit mit lokalen Expertinnen und Experten eine Reihe von Gender Awareness-Trainings für Schülerinnen und Schüler in Kairo und im Nildelta sowie für junge Männer und Frauen in Oberägypten angeboten.

Die Workshops in Oberägypten ermutigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unter anderem engagierte berufstätige Frauen und Studierende, ihr Umfeld nach genderrelevanten Gesichtspunkten zu analysieren. So können sie die eigene Position und Biografie im gesellschaftlichen Kontext reflektieren und überholte Rollenzuschreibungen abgebaut werden. In einer Reihe von Train-the-Trainer-Programmen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Multiplikatoren für Genderwissen ausgebildet. Dabei wird besonders Wert auf einen Dialog zwischen Männern und Frauen zu genderrelevanten Fragen gelegt. Es bietet den jungen Frauen und Männern in Oberägypten die Möglichkeit, zukünftig selbst Trainings anbieten zu können. 

Raum für Diskussionen

Bei regelmäßigen Treffen in den Räumlichkeiten des Instituts wird lokalen Akteurinnen und Akteuren eine Plattform gegeben, sich auszutauschen und zu diskutieren. Vernetzungstreffen wurden seit 2017 auch auf strukturschwache Regionen Ägyptens ausgeweitet, um in diesen Regionen Organisationen und Goethe-Alumni zu vernetzen und Raum für Diskussionen Gender-relevanter Fragen zu bieten. Die hier identifizierten Schnittstellen helfen dabei, weitere Projektideen zu entwickeln und diese langfristig zur Stärkung der Zielgruppen umzusetzen. Durch die partizipative Wissensplattform Wiki-Gender, deren Kernelement ein Lexikon auf Arabisch zum Thema Gender ist, wird zudem seit 2015 angestrebt, Gender-NGOs sowie Aktivistinnen und Aktivisten zu vernetzen und die Bewusstseinsbildung in der breiteren Öffentlichkeit zu unterstützen.

Ein Projekt des Goethe-Instituts, gefördert durch das Auswärtige Amt.
 


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