Schnelleinstieg:

Direkt zum Inhalt springen (Alt 1)Direkt zur Sekundärnavigation springen (Alt 3)Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)

Kulturgarage Alexandria

Das Projekt Kulturgarage, welches durch das Auswärtige Amt gefördert wird, eröffnet im Zustand der zunehmenden kreativen und kulturellen Desillusion durch die Schaffung eines selbstorganisierten und selbstbestimmten Kulturzentrums, einer „Kulturgarage“, eine neue Perspektive für Alexandrias Kulturszene. Hier wird Teilhabe an kulturellen Vorgängen auf mehreren Ebenen mitdacht.

Zurück zu Dialog und Wandel
  • 6 Bab Sharq © Goethe-Institut / Mahmoud Youssef
  • 6 Bab Sharq © Goethe-Institut / Mahmoud Youssef
  • 6 Bab Sharq © Goethe-Institut / Mahmoud Youssef

Alexandria ist mit über fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern die zweitgrößte Stadt Ägyptens. Als politisches Zentrum im Altertum, als der ehemalige Standort der renommierten antiken Bibliotheca Alexandrina sowie kultureller Schmelztiegel im 19. und 20. Jahrhundert erlangte Alexandria über die Jahrhunderte hinweg immer wieder große Bedeutung – vor allem in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Handel. Auf diese tolerante, offene und vor allem kulturell bedeutende Vergangenheit sind viele Alexandrinerinnen und Alexandriner noch heute stolz. Die Realität im Jahr 2019 sieht jedoch anders aus: Die zunehmend restriktive Gesetzgebung, die angespannte sozio-ökonomische Situation und das fragile sozio-politische Gefüge Ägyptens belasten die Kulturszene und Zivilgesellschaft. Die Freiräume für einen offenen Austausch sind ausschließlich in privaten und geschützten Räumen, wie sie fast nur noch international agierende Institutionen bieten können, möglich.

Die Eröffnung der Kulturgarage reagiert zum einen auf den Mangel an (Frei-)Räumen für eine künstlerische Entfaltung. Gleichzeitig werden durch eine breite Beteiligung von Kulturakteurinnen und -akteuren der Stadt an der Gründung, Ausgestaltung und Verwaltung des geplanten Pop-up-Veranstaltungsortes neue Formen der Zusammenarbeit zivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure zur Stärkung ziviler Strukturen erprobt. Mit einem Schwerpunkt auf Nachwuchskünstlerinnen und -künstler fördert das Projekt außerdem gezielt unbekannte Talente und schafft so eine einzigartige Plattform für junge Kulturschaffende in Alexandria und reagiert damit auf das Problem der Abwanderung junger jener.
 
An die Gründung und Bespielung des Pop-up-Raumes ist eine Weiterbildungsmaßnahme für Nachwuchsakteurinnen und -akteure zu Theorie und Praxis der Arbeit in interdisziplinären Kulturräumen geknüpft. Das angedockte Fortbildungsprogramm für jene Akteruinnen und Akteure der Kulturszene in den Bereichen Produktion, Kuration und Kulturmanagement soll ermöglichen, das Gelernte direkt praktisch in der Kulturgarage umzusetzen und anzuwenden. Dies gilt auch für die regelmäßige Workshop-Reihe in den Kulturfeldern, Bühnenbild, Regie, Musikproduktion etc. Die punktuellen Workshops richten sich speziell an Nachwuchstalente und zielen darauf ab, Kompetenzen in spezifischen Arbeitsfeldern zu aufzubauen. Beide Fortbildungsprogramme – gekoppelt an die Bereitstellung von Räumlichkeiten sowie technischer und logistischer Assistenz – unterstützen nachhaltig die Kulturszene, die inhaltlich in ihrer Arbeit gestärkt wird, sich national und international vernetzen kann und unkompliziert eine öffentliche Bühne erhält.
 
Außerdem wird die Kulturgarage einen flexibel nutzbaren größeren Veranstaltungsraum für ca. 200 bis 300 Zuschauerinnen und Zuschauer schaffen. Dieser kann neben der Nutzung für Aufführungen, Konzerte, Ausstellungen etc. divers genutzt werden, u.a. als Coworking Space, Arbeitsplätze und Räumlichkeiten für Gruppentreffen und Besprechungen bereitstellen sowie Platz zur Durchführung von Seminaren bieten. Der Raum in seiner Verbindung aus Arbeits-, Begegnungs- sowie Produktionsstätte und Veranstaltungsort soll eine einzigartige Möglichkeit des freien, unabhängigen und kritischen Austausches zwischen unterschiedlichen Mitwirkenden aus Kultur und Zivilgesellschaft in Alexandria bieten.
 

6 Bab Sharq
© Goethe-Institut
6 Bab Sharq
Top