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Bildungsakademie (Ägypten)

Die Mehrheit der Bevölkerung Ägyptens ist im Schul- und Ausbildungsalter. Das Bildungs- und Erziehungswesen formt die Zukunft der Gesellschaft sowie ihre Entwicklung. So ist es nicht überraschend, dass in den letzten Jahren des gesellschaftlichen Wandels in Ägypten der Ruf nach einer Reform des Bildungssystems immer lauter wurde. Auf Anfrage des ägyptischen Bildungsministeriums hat das Goethe-Institut seit 2012 mit dem Projekt „Bildungsakademie“ eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt.
 

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  • Geschichtslehrertag Goethe-Institut Kairo / Nadia Mounir
  • Geschichtslehrertag Goethe-Institut Kairo / Nadia Mounir

Das Goethe-Institut hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Ministerium für Erziehung und Bildung auf dem Weg in Richtung effektiverer und partizipativerer Schulstrukturen sowie einer besseren Qualität des Schulunterrichts, kritischen Denkens und der Förderung eines offenen Dialogs zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit wird ausdrücklich vom Ministerium für Erziehung und Bildung gewünscht.

Moderne Schule in Ägypten

Das Projekt verbessert durch methodische und didaktische Fortbildungen von Lehrkräften sowie Hospitationsphasen die Unterrichtsqualität an öffentlichen Schulen. Seit 2012 werden Führungskräfte aus dem Erziehungswesen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Leitungsfunktionen in staatlichen Schulen in Ägypten weitergebildet – bislang über 150 Schuldirektorinnen und -direktoren. Sie alle konnten sich in den Fortbildungen vom Nutzen eines modernen und effizienteren Schulmanagements überzeugen.

Außerdem sollen sie im Umgang mit digitalen Medien geschult werden. So sollen beispielsweise Geschichtslehrkräfte Fortbildungen zur Integration virtueller Museumsbesuche in den Geschichtsunterricht erhalten. Diese Programme finden in enger Zusammenarbeit mit der ägyptischen Nationalen Lehrerakademie und dem Fortbildungszentrum für Führungskräfte im Erziehungswesen statt. Ferner nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser beiden Einrichtungen auch an einer Qualifizierungsmaßnahme zum Thema Fortbildungsevaluation teil.

Ein Fokus: Geschichtsunterricht

Das Projekt umfasst außerdem Fortbildungen für Geschichtsinspektorinnen und –inspektoren, Geschichtslehrkräfte sowie die Ausbildung einer Multiplikatorinnen und Multiplikatoren-Gruppe für das Fach Geschichte in der Sekundarschule. Ziel im Kontext des gesellschaftlichen Wandels ist es, die ägyptische Seite bei der Reflexion ihrer nationalen Narrativen, bei der Entwicklung von Materialien für den Geschichtsunterricht an ägyptischen Schulen und nicht zuletzt auch bei der Gestaltung eines zukunftsweisenden Unterrichts zu unterstützen. Denn ein modernes Bildungssystem benötigt auch Lehrkräfte, die mit modernen Methoden Schülerinnen und Schüler begeistern und für die eigene Geschichte interessieren können. Guter Geschichtsunterricht dient darüber hinaus der Schulung des kritischen Denkens.

Das Goethe-Institut organisierte in diesem Rahmen zwei Besucherreisen nach Deutschland, zahlreiche Workshops sowie jährliche Geschichtslehrertage. Auch Lehrkräfte anderer Fächer erhalten auf Wunsch methodische und didaktische Fortbildungen sowie Unterstützung bei der Weiterentwicklung von Fächern. Im Jahr 2017 hat sich die Zielgruppe auf Führungspersonal der Lehrerfortbildungszentren, das Zentrum für Curriculums-Entwicklung sowie das zentrale Prüfungsinstitut für das Schulwesen in Ägypten erweitert.
 
Ein Projekt des Goethe-Instituts, gefördert durch das Auswärtige Amt.
 


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