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Unterricht macht Schule (Tunesien)

Auch in Tunesien ist die Mehrheit der Bevölkerung im Schul- und Ausbildungsalter. Das Bildungs- und Erziehungswesen formt die Zukunft der Gesellschaft sowie ihre Entwicklung. In Tunesien ist der Ruf nach einer Reform des Bildungssystems seit den „enttäuschenden“ Ergebnissen der tunesischen Schülerinnen und Schüler bei der PISA-Studie 2012 zu hören. Seitdem gilt es, die Anforderungen an das tunesische Bildungssystem in den Fokus zu nehmen.
 

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  • TUNESS Goethe-Institut Tunis / Hamza Bennour
  • TUNESS 2 Goethe-Institut Tunis / Hamza Bennour

Das Goethe-Institut nimmt auf Anfrage des tunesischen Bildungsministeriums eine Beraterrolle ein und unterstützt die Reformbemühungen in Richtung effektiverer Bildungsmaßnahmen und nachhaltiger Förderinstrumente. Der Einfluss des Projektes ist in einer ganzen Reihe von Entscheidungen und Maßnahmen des tunesischen Bildungsministeriums erkennbar. So wurden beispielsweise bereits Mitglieder unterschiedlicher Reformausschüsse mit Aspekten der Qualitätsentwicklung im Bildungswesen in Anlehnung an das deutsche System vertraut gemacht.

Bildungsqualität

Im Rahmen des Projekts berät das Goethe-Institut weiterhin Bildungsakteurinnen und -akteure bei der Erstellung von kompetenzorientierten Bildungsstandards für das Fach Arabisch. Eine Gruppe von Inspektorinnen und Inspektoren, Fachberaterinnen und Fachberatern sowie Lehrpersonen erhielt im Zuge dessen eine Fortbildung im Unterrichtsfach Arabisch als Muttersprache im Primarbereich. Dabei werden die Ansprüche der Kompetenzbereiche „Lesen“ und „Schreiben“ und die entsprechenden deutschen Standards vorgestellt und vergleichend diskutiert. Darauf aufbauend können die tunesischen Expertinnen und Experten selbst Standards entwerfen und entsprechende Aufgaben dazu entwickeln.

Auch geisteswissenschaftlichen Fächern, am Beispiel des Geschichtsfaches, wird eine wichtige Rolle in den Reformbemühungen in Tunesien zugeschrieben: Das Goethe-Institut Tunis unterstützt dabei die Handelnden im Bildungsbereich, ein Curriculum für einen kompetenzorientierten und auf kritischem Denken basierenden Geschichtsunterricht zu konzipieren. Dementsprechend sollen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Umgang mit historischen Quellen und Darstellungen ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein entwickeln.

Bildungsmonitoring

Darüber hinaus werden Führungskräfte im Bildungswesen qualifiziert. Fortbildungsmodule legen ein besonderes Augenmerk auf Veränderungsprozesse und „Change-Management“. Die dadurch gewonnenen Kompetenzen sollen sicherstellen, dass eine Schule, die sich als lernende Organisation versteht, in angemessener Weise geleitet und begleitet wird. 

Außerdem unterstützt und berät das Goethe-Institut das tunesische Erziehungsministerium bei der inhaltlichen Konzeption und Einrichtung einer Online-Plattform und somit bei der Etablierung innovativer didaktischer Formate.

Die Bildungsakademie ist ein Projekt des Goethe-Instituts, gefördert durch das Auswärtige Amt.