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Castell Lanko
Dispersion: Internal Fissure

Dispersion: Internal Fissure
(Zerstreuung: Innere Spaltung)
Kurzfilm
 
Biografie: 
Castell Lanko ist eine ägyptische bildende Künstlerin und Zeichnerin mit Sitz in Kairo. Im Alter von 15 Jahren begann sie Comics zu dunklen Erotikgeschichten zu zeichnen. Drei Jahre später veröffentlichte sie ihren ersten Kurzcomic, gefolgt von einem animierten Kurzfilm. In London beteiligte sie sich mit ihren Arbeiten an der Ausstellung „Night Market“. Laute konzeptuelle Schwarzweißszenen bestimmen ihren Stil. Sie experimentiert mit Ton sowie verschiedenen traditionellen und digitalen Medien und Techniken.
 
In ihrer Arbeit greift sie ernsthafte Themen wie Trennung, Trauma und Masochismus auf. Ihre Zeichnungen zeigen alptraumhafte Szenen von Sex und Gewalt. Dabei beschäftigt sie sich vor allem mit geistiger Separation und einem destruktiven Willen, der den Anschein von Mitgefühl erweckt, aber von schrecklichem Zorn getrieben ist.

 
Projektbeschreibung: 
Dispersion: Internal Fissure (Kurzfilm)


Ihre Begierde erfasst ihren ganzen Körper, so sehr, dass es ihr Schmerzen bereitet. Diese Nacht ist für sie nichts anderes als eine Ablenkung, eine Möglichkeit ihren Dämonen zu entkommen und den Versuchungen zu widerstehen. Allein daran zu denken, das Bewusstsein zu verlieren, macht ihr Angst, und doch sucht sie freiwillig den Kontrollverlust.

Der Ausbruch einer Krankheit ist immer belastend; doch eine psychische Störung unter den Bedingungen häuslicher Isolation vermag sich in eine lebendige Hölle zu verwandeln. Natürlich ist die Isolation einzelner eine entscheidende Maßnahme, um die Infektionskette zu durchbrechen. Und doch fordert jede Form der Separation und Isolation einen emotionalen Preis von den Betroffenen und hat Auswirkungen auf die allgemeine psychische Gesundheit. Lanko selbst leidet an einer psychischen Erkrankung, genauer gesagt einer schizoaffektiven Störung. Mit diesem Projekt hat sie deshalb versucht, ihre Erfahrung in Form einer Simulation zu teilen: es ist eine visuelle Darstellung schizophrener Episoden.


Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Figur. Sie kontrolliert unbewusst ihre Umgebung und transformiert ihre schizophrenen Episoden zu einem Mechanismus, durch den sie sich an die Gewalt der Realität anpassen kann. Das wichtigste Merkmal der schizoaffektiven Störung ist die Zerstreuung bzw. die Entfremdung der Gedanken von der eigenen Identität, Erinnerung und dem Bewusstsein. Ein Prozess bis zum Absturz. Der menschliche Körper kann sich jedoch biologisch daran gewöhnen, mit dieser anderen gefährlichen und psychopathischen Seite zusammenzuleben.
 
Der Kurzfilm dokumentiert im Wesentlichen den Wunsch der Figur, an einem anderen Ort oder etwas anderes zu sein sowie ihr paradoxes Streben danach, ihren Verstand der Gefangenschaft dieser Erfahrung zu überlassen, ohne dabei selbst die Kontrolle zu verlieren.

Music and sound design: Mostafa Onsy
Soundeffekte: Venta Protesix / Castell Lanko

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