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Mostafa Elbaroody
Microcosmic Utopia - Work in progress

(Mikrokosmische Utopie)
 
Biografie:
 
Mostafa El Baroody ist ein Architekt und bildender Künstler, der in Kairo lebt. Er hat an zahlreichen Architekturwettbewerben und -projekten teilgenommen. Er war außerdem als Assistenzlehrer an der American University in Kairo tätig.
 
In Mostafas künstlerischem Schaffen überschneiden sich digitale Medien, Architektur und visuelle Kultur. Seine experimentellen Verarbeitungstechniken kombinieren visuelle Programmierung mit Software für Modellierung und Animation und Spiel-Engines.

 
Projektbeschreibung:

  • Microcosmic Utopia / Work in progress ©Goethe-Institut
  • Microcosmic Utopia / Work in progress ©Goethe-Institut
  • Microcosmic Utopia / Work in progress ©Goethe-Institut
  • Microcosmic Utopia / Work in progress ©Goethe-Institut
  • Microcosmic Utopia / Work in progress ©Goethe-Institut
  • Microcosmic Utopia / Work in progress ©Goethe-Institut
In der Literaturwissenschaft definiert sich die Utopie als Gegenentwurf zu einer schrecklichen Welt, die diese nicht zulassen würde. Eine räumliche Abgrenzung des „Internen“ von einem „externen“ Chaos. Der Rückzug in einen innerlichen Raum als Reaktion auf die den Menschen umgebende unbegreifliche Realität ist ein wiederkehrendes Thema in den fiktionalen Welten von James Graham Ballard.

In Ballards Erzählungen wird dieser innere Raum – der „Mikrokosmos“ – von der isolierten Figur als größer und komplexer als das Äußere wahrgenommen. In Ballards Kurzgeschichte The Enormous Space beschreibt der Protagonist ihn gar als größer als die Stadt, die ihn beinhaltet: „schon formen die Wände dieses einst winzigen Raums ihr eigenes Universum“. Die Bezeichnung „Mikrokosmos“ selbst verweist auf eine Störung räumlicher Hierarchie, bei der das Größere in das Kleinere eingefügt ist. Das Gebäude verwandelt sich hier von einem gewöhnlichen Haus am Rande der Stadt in ein eigenes, von der Außenwelt unabhängiges Universum und System. Der Charakter wird zusehends eins mit dem Raum und was als innere Utopie begann verwandelt sich langsam in seine eigene Version des schrecklichen Äußeren.

„Microcosmic Utopia“ ist ein von Ballards Mikrokosmos inspirierter Film über die Psychogeographien der Isolation während der gegenwärtigen Ausgangssperre. Dabei wachsen Innenräume, Häuser und Wohnungen über ihre unmittelbare Funktionalität hinaus, um zu kohärenten, vereinheitlichten und umfassenden geographischen Gebilden zu werden. Der Film wird von Abschnitten aus Ballards Kurzgeschichte „The Enormous Space“ begleitet. Er dokumentiert die intensive Reise des Protagonisten in die Räumlichkeiten seines Hauses, die mit seiner Auflösung in und Einswerdung mit dem Raum der Isolation endet.

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