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Shadwa Ali
Selbstfehler

Biografie:
 
Shadwa Ali, geboren 1990 in Alexandria, ist eine ägyptische Audio- und Videokünstlerin. Sie hat 2012 ihr Studium im Fachbereich Grafik mit Spezialisierung in Drucktechnik an der Fakultät für bildenden Künste der Universität Alexandria abgeschlossen. 2017 studierte sie an der Jesuit Filmschule in Alexandria.
 
Shadwa nahm 2018 am Programm zur Talentförderung des Roznama Studios (Kairo) teil und ist derzeit Teilnehmerin des „We Are Data“ Programms 2019/2020. Sie hat in Kairo zahlreiche Workshops absolviert und sich an Kunstausstellungen beteiligt, so zum Beispiel am Cairotronica Festival 2018, der 5. Roznama-Ausstellung des Medrar-Kollektivs 2016, der Ausstellung „Interruption“ der Townhouse Gallery 2014 sowie dem 23. und 25. Jugendsalon im Opernhaus. Sie nahm außerdem an den Ausstellungen „Agenda“ und „First Time“ in der Bibliotheca Alexandrina teil.

 
Projektbeschreibung:
 

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„Self-Error“ ist eine Soundarbeit, die den Veränderungen der Stadtgeräusche seit dem Beginn der Corona-Pandemie bis heute nachgeht. Es ist ein Versuch, das, was wir in den verschiedenen Phasen der Pandemie erlebt haben, sowie den Einfluss der Pandemie auf das tägliche Leben von Stadt und Individuen zu verstehen und analysieren. Die Arbeit setzt an einem Punkt an, wo Klänge und Stille, Orte und Ideen, Dinge und Menschen sich überschneiden und zu einer Form verschmelzen.
 
In unserer heutigen Zeit sind wir als Individuen für diese Art von Isolation und was sie an zeitlichen Dimensionen, Distanzen und inneren Konfrontationen mit sich bringt nicht geschaffen. In der Zeit vor der Pandemie war jeder von uns damit beschäftigt, der Monotonie des Alltags zu entkommen und gleichzeitig mit den raschen Entwicklungen und Ereignissen um uns herum Schritt zu halten. Auch jetzt geht das Leben tagsüber seinen gewohnten Gang; und doch gibt es subtile Veränderungen gesellschaftlicher Grenzen und Abstände, die den Regeln des Abstandhaltens – oder Social Distancing – entstammen. Die nächtliche Ausgangssperre wiederum hat manche in die Lage versetzt, Kontrolle über andere auszuüben, einigen aber auch die Gelegenheit verschafft, sich mit unserem Innersten auseinanderzusetzen und die Beziehung zu diesem neu zu definieren.
 
Wir alle haben unsere eigene Art, mit der neuen Situation mental und körperlich umzugehen. Manche von uns ergreifen den Glauben als Waffe, andere verlassen sich auf ihren Überlebensinstinkt und folgen Anweisungen, manche wollen neue Dinge lernen und wieder andere beschließen, diese Gelegenheit zu nutzen, um in bislang unbekannte Orte und Sphären vorzudringen.

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