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Mena Youssry
Ein Quarantäne-Bericht aus dem Maul des rosaroten Panthers

Biografie:
Mena Youssry ist ein ägyptischer Filmemacher, Videokünstler, Kulturprogrammmanager und
Gründungsmitglied des Magazins Magaria für Kultur und Kunst in der Stadt Mallawi, im Süden des Gouvernements Minya.


Mena drehte 2019 seinen ersten Film, „Sinema al-Ganub“ (Kino des Südens) und nahm an zahlreichen
Filmfestivals und Filmtourneen in Ägypten und Tunesien teil.
 
Er managt außerdem Filmvorführungen und Filmklubs, moderiert Workshops und leitet Kulturprogramme mit vielen lokalen und internationalen Kultureinrichtungen. Mit seiner Videokunst und Fotografie will er das kulturelle Erbe und tägliche Leben seiner Heimat festhalten.
 
Beschreibung:



„Ein Quarantäne-Bericht aus dem Maul des rosaroten Panthers“ ist ein Kurzfilm mit fiktionalen Elementen, die von der berühmten Zeichentrickfigur inspiriert sind. Der rosarote Panther sitzt als Kuscheltier im Zimmer des Protagonisten Hassan, und erzählt uns von dessen Leben, was dem Film einen humorvollen Rahmen verleiht. Dabei nimmt uns der Panther immer wieder in die Träume von Hassan mit. Diese zeigen, dass er in der Quarantäne und Isolation, wie so viele andere auch, mit inneren Konflikten fertigwerden muss und um seine mentale Gesundheit ringt.

In diesem Sinne ist der Film nicht als isoliert zu betrachten, denn Hassan steht stellvertretend für alle – auch mich – die unter der Isolation leiden. Doch das ist nicht die eigentliche Motivation, diese Geschichte zu erzählen. Tatsächlich geht es hier um Oberägypten – eine Region, die arm an Kunst und kreativem Schaffen ist. Findet die Quarantäne einmal ihr Ende und bereitet den Weg zurück ins Leben, so bedeutet dies nicht, dass Möglichkeiten, kreativer Raum oder die Mittel, die Künstler für ihr Schaffen benötigen, auf uns warten. Denn in Oberägypten gab es Möglichkeiten, Mittel und Raum auch vor der Pandemie kaum. Wird es zumindest diese kläglichen Spielräume nach dem Ende der Quarantäne wieder geben?
 
Hier setzt der schwarze Humor des Films über unseren depressiven und sorgenvollen Held an. Kann sich jemand, der das Filmemachen liebt – eine Kunst, die Teamarbeit und harte Arbeit erfordert – in der Isolation je ruhig und entspannt fühlen? Kann sich jemand, der in Oberägypten lebt und das Filmemachen liebt, in der Isolation ruhig und entspannt fühlen?

Der Film möchte auch ein gesellschaftliches Bild des Filmemachers oder Filmliebhabers in Oberägypten zeichnen: Wie sieht diese Person aus? Ist es die gleiche Person, die im Norden lebt, mit den gleichen formalen Komponenten ihres Umfelds?

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