Elf Schriftsteller über Fußball in ihrer Heimat

Warum bolzt der Brasilianer Rogério Pereira in Gummilatschen? Welche Bedeutung nimmt der Fußballrasen in den Niederlanden ein? Und warum geht der Tscheche Karel Škrabal trotz Bestechungsskandalen zum Spiel?
 
Elf Autoren aus Europa und der Welt schreiben über Fußball in ihrer Heimat. In unterhaltsamen, bewegenden, witzigen oder kritischen Essays erzählen sie von ihrer persönlichen Beziehung zum Nationalsport der Deutschen und nehmen uns mit auf eine Reise durch die Kulturen des runden Leders.
 
Klicken Sie auf die Spielerfiguren, um die Geschichten aus Deutschland, Belgien, Brasilien, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Schottland, der Tschechischen Republik und der Ukraine zu lesen.

Zwischen Tenever und Tampere: Ein Vorwort von Nils Straatmann

Zwischen Tenever und Tampere, zwischen Spanien und England, Belo Horizonte und Kuna Yala: Nils Straatmann schreibt über Kultur und Fußballkultur – und ihren gegenseitigen Einfluss.

Alan Bissett Foto: Christopher Bowen

Schottland
Alan Bissett

Wenn sich die Glasgower Erzrivalen Rangers und Celtic begegnen, heißt das Krieg. Der Schotte Alan Bissett, dessen Anhängerschaft Freundschaften kostete, hat dabei eines gelernt: Es ist doch nur ein Spiel!

Auke Kok Foto: Wybe van Brakel

Niederlande
Auke Kok

Nichts ist dem niederländischen Fußballer heiliger als schnörkellose Spielzüge – und der Rasen, auf dem er spielt. Auke Kok über die Kunst der wirksamen Einfachheit.

Bruno Heckmann Foto: Privat

Frankreich
Bruno Heckmann

Frankreich ist kein Fußballland. Oder ist gewinnen einfach zu vulgär? Bruno Heckmann über fehlende Fußballbegeisterung, die großen Männer, die Frankreichs Ballsport braucht – und außergewöhnliche Siege.

Falko Hennig Foto: Privat

Deutschland
Falko Hennig

Fußball ist in Deutschland kein Kinderspiel. Das findet zumindest Autor Falko Hennig, der nicht nur seine Leidenschaft für den Ballsport mit seiner Mutter teilt, sondern auch dessen gesundheitliche Konsequenzen.

Hermann Brusselmans Foto: ID Filip Claus

Belgien
Herman Brusselmans

In der Familie von Herman Brusselmans hat Fußball Tradition. Voller Selbstironie erzählt der belgische Schriftsteller, wie ein harmloser Windstoß seine Sportler-Karriere beendete.

Irene Karpa Foto: Louis Cyrille Trébucher

Ukraine
Irena Karpa

„Scheiß Sport!“ sagt sich die ukrainische Schriftstellerin Irena Karpa. Bis zu dem Tag, an dem Außenseiter Ljoscha mit ihr Fußball spielt.

Jochen Schmidt Foto: Voland und Quist │ Tim Jockel

Deutschland
Jochen Schmidt

Der deutsche Autor Jochen Schmidt sieht in den Randerscheinungen des Fußballspiels grandiose Aphorismen. So zum Beispiel die vom verschmähten Autor als zweitem Ball, der keinen Platz auf dem Spielfeld findet.

Juan Soto Ivars Foto: Edgar Melo

Spanien
Juan Soto Ivars

Er vergleicht die Nationalhymne mit Stadiongesängen, Fansektionen mit politischer Gesinnung und Fußball-Clubs mit Religion. Erstaunlich, welche Bedeutung Fußball in Spanien hat!

Karel Škrabal Foto: Karel Šanda

Tschechische Republik
Karel Škrabal

Karel Škrabal erinnert der tschechische Fußball vor allem an Bestechungsskandale und die Frage, wo die Fans dabei bleiben. Warum er dennoch zu den Spielen geht, bekennt der Rowdy in einem Gedicht.

Philipp Reinartz Foto: Sven Tupits - Fotogeen

Deutschland
Philipp Reinartz

Oft verhasst und selten beachtet: Philipp Reinartz räumt dem Schiedsrichter endlich einen Platz im deutschen Fußball und in seinen ganz persönlichen Erinnerungen ein.

Rogério Pereira Foto: Guilherme Pupo

Brasilien
Rogério Pereira

Bolzen in Gummilatschen, in handbemalten Lumpen und selbstgenähten Turnhosen: In Brasilien braucht es keinen Luxus, um den schönsten Sport der Welt zu betreiben.