documenta 14 Der Süden ausserhalb des Scheinwerferlichts

In zwei Fotografien setzt sich der spanische Künstler Juan López mit der Idee des Bruchs auseinander.

„Zwei Interventionen auf Bildern, die ich während meines Besuchs in Kassel aufgenommen habe. Die Idee des Bruchs ist bei meinem Herangehen wesentlich. Sie erlaubt mir, die Objektivität des Außen mit der individuellen Wahrnehmung zu verbinden. In vielen Fällen wird dieser Übergang mit Hilfe der Sprache vollzogen, die systematisch entstellt ist und neu zusammengeführt wird, um neue Bedeutungen zu beleuchten. Diese Suche nach neuen Wegen ist auch eines der vorrangigsten Ziele bei künstlerischen Großereignissen wie der Documenta: zu beobachten, wie sich der Staub an Stellen sammelt, die sich außerhalb des Scheinwerferlichts befinden.“

Dust on winter Dust on winter © Juan López | © Juan López   
„Als ich eines Tages darüber nachzudenken begann, inwieweit unsere Wohnerfahrung die Wahrnehmung von Raum und Zeit begrenzt, wandte ich mich in meiner Arbeit architektonischen Elementen zu, die mit Machtstrukturen verbunden sind, um auf diese Weise Alternativen zu den normsetzenden sozialen Beziehungen zu erkunden. Mit Hilfe der Metaphorik und immer in Verbindung mit einer Intervention in einem realen Raum, versuche ich die Verbindungen zwischen den drei Elementen Stadt, Subjektivität und Macht, die die Gleichung meiner Arbeit ausmachen, zu zerbrechen und anschließend neu zusammenzusetzen.“



DobleP DobleP © Juan López | © Juan López