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Freiraum

Das Projekt Freiraum möchte erkunden, wie es in den Städten Europas um die Freiheit bestellt ist. Welche Fragen ergeben sich, wenn Bürgerinnen und Bürger, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Kulturschaffende ganz ortsspezifisch über den Begriff „Freiheit“ nachdenken? Welche Probleme werden in einer Stadt erkennbar? mehr...

Mann mit Ball© Goethe-Institut / Caroline Lessire

Ein Film über das Konzert von Gipsy Mafia

Symbolisieren die Sinti und Roma den Geist eines Europas ohne Grenzen?

Belgrad stellt sich vor als laute, lebendige, vielstimmige Stadt, die sich allerdings fragt, wo die Freiräume der jungen Leute sind, wenn es denn welche gibt. Ökonomische Schwierigkeiten machen die Menschen in Serbien oft unfrei. Andererseits wird auch von vielen Frei-Räumen in der alternativen Musikszene berichtet, was für Belgrad eine interessante Frage aufwirft: Ist persönliche Zufriedenheit nicht doch der Gradmesser für eine gesunde, freie Gesellschaft?


Belgrad befasst sich mit der Frage aus Spanien – „Symbolisieren die Sinti und Roma den Geist eines Europas ohne Grenzen?“ – in Form eines Dokumentarfilms, den die Filmemacherin Andrijana Stojković mit ihrem Team seit Sommer 2018 in mehreren Etappen dreht. Die beiden Brüder Skill und Buddy, die zur deutschserbischen Hiphop-Truppe Gypsy Mafia gehören, werden auf ihrer Reise von Deutschland über Österreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn in ihre Heimatstadt Zrenjanin in Serbien begleitet. Aus der Perspektive der Protagonisten sehen wir, auf welche Hindernissen die beiden – wegen ihrer Pässe respektive ihrer ethnischen Zugehörigkeit – an und zwischen den Grenzen stoßen. No sleep ‘till Mahala – Return of the Gypsy Mafia stellt so implizit die Frage, wie eine vorurteilsfreie Kultur und ein grenzenloses Europa aussehen könnte beziehungsweise ob beides überhaupt vorstellbar ist. Der halbstündige Film wird im Februar fertiggestellt.

¿Existe la posibilidad de ser feliz a pesar de las circunstancias sociales?

Bewegungsfreiheit wird überall auf der Welt, aber auch in Europa, eingeschränkt zurzeit – eine existenzbedrohende Situation gerade für Menschen, die sich als transnationale Weltbürgerinnen und Weltbürger verstehen. Da sie Grenzen schon immer als künstlich wahrgenommen haben, seien die Roma die „Essenz des europäischen Geistes“ im Sinne von Günter Grass. In Zusammenarbeit mit der Unión Romaní plädieren die Goethe-Institute in Barcelona und Madrid dafür, die Erfahrungen europäischer Roma stärker als Chance zu werten.


Barcelona/Madrid bearbeiten gemeinsam mit dem Theater La Joven Compañía die Fragestellung aus Belgrad – „Ist Glück unabhängig von den gesellschaftlichen Umständen möglich?“ Mit Fokus auf die Community der in Spanien lebenden Roma und Sinti und deren Vorstellung von Glück/Lebensfreude entstehen unter Anleitung der Profis von La Joven Compañía in zwei Workshops mit Jugendlichen zwei (Musik-)Theaterstücke, eines in Barcelona und eines in Madrid. Die beiden Partnerinstitutionen, die Fundación Secretariado Gitano (FSG) und die Fundación Instituto de Cultura Gitana (FIGC), werben bei jugendlichen Roma und Sinti aktiv für die Teilnahme an diesen Workshops. Jedem Workshop wird zudem ein „Pate“ zugeteilt – ein eingeladener Künstler aus der Community (Schauspieler, Regisseur etc.). Das künstlerische Team entwickelt zudem ein Gesamtkonzept, damit sich die Arbeit beider Gruppen ergänzt und aufeinander Bezug nimmt. Mitte Dezember treffen beide Workshop-Gruppen in Madrid beim Festival Feria Internacional de las Culturas zusammen, um ihre Arbeitsergebnisse zu fusionieren und vorzustellen.

Unsere Partner

Die Fundación Secretariado Gitano (FSG) ist eine interkulturelle Stiftung in Barcelona, die sich für die Belange der Roma in Spanien und in ganz Europa einsetzt und Förder- und Entwicklungsmaßnahmen ergreift.

Die Fundación Instituto de Cultura Gitana (FIGC) ist eine dem spanischen Kultusministerium unterstellte Stiftung in Madrid, die sich der Unterstützung und Verbreitung der Roma-Kultur sowie dem Kampf gegen Diskriminierung widmet. Das FIGC arbeitet für harmonische Koexistenz unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen, die Wahrung des kulturellen Erbes der Roma sowie die Förderung der Roma-Kultur und -Sprache.

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