Aufgabe 5
Der Schwimmer

Fabrikarbeit

Katalin arbeitet in einer Fabrik. Im Text können Sie mehr über ihre Arbeit erfahren.Lesen Sie den Textauszug und versuchen Sie, das Rätsel zu lösen.      

Als sie noch bei uns lebte, arbeitete meine Mutter in einer Fabrik in Pápa. Auf ihrem Fahrrad fuhr sie jeden Morgen durch den Nebel. Unser Hund lief kläffend neben ihr her, bis sie ihn an der großen Straße abhängte. Ich wachte auf, sobald ich sie in der Küche hörte. Wenn sie die Tür ins Schloss fallen ließ, stand ich auf, um ihr vom Fenster aus nachzusehen. Ich zog die Gardinen zur Seite und hob meine Hand, um ihr zu winken. Ich nannte sie heimlich Nebelspalterin. Meine Mutter hasste unser Dorf. Sie sagte, Kinder sterben hier, weil sie in Jauchegruben fallen. Sie ersticken. Wo gibt es das sonst? Wenn Isti sich vor die Tür legte, weil er sie nicht gehen lassen wollte, kam unsere Mutter zu spät zur Arbeit. Nicht einmal zehn Minuten waren es, aber ihr Name stand länger als eine Woche auf einem Stück Schiefer hinter dem Fabrikeingang, damit jeder lesen konnte: Velencei Kálmáns Frau hat sich verspätet. Die Arbeit in der Fabrik hatte ihren Kehlkopf zerstört, wie meine Mutter sagte. Zwischen ihren Zähnen hatte sie Fäden aus Baumwolle festgehalten, während eine Maschine die Fäden säuberte. An einem Webstuhl hatte sie mit ihren Händen rotes Garn von rechts nach links und wieder zurück gejagt. Wenn der Faden riss, weil der Tag heiß war und die Luft trocken, hatte sie ihn an ihren Lippen befeuchtet und dann zusammengeknotet. War die Spule leer, hatte sie eine neue eingesetzt und dabei das Garn mit ihrem Mund durch ein kleines Loch gesogen, um ihn einzufädeln. Stückchen aus Baumwolle hatte meine Mutter in den Hals bekommen, über Jahre hatte sie kleine Abfälle geschluckt. (...)

Aus: Zsuzsa Bánk: Der Schwimmer.
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 2011, S. 9, 10
 

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Waagerecht:

3. Welches Verb wird gesucht? Zwei Stücke Faden mit einem Knoten verbinden. Katalin macht das, wenn an heißen Tagen der Faden reißt.
5. Beobachten, wie jemand von uns weggeht. Kata macht das am Fenster, wenn ihre Mutter zur Arbeit fährt.
6. Welches Verb wird gesucht? Sauber machen. Reinigen. Waschen. Putzen. In der Fabrik macht das eine Maschine mit den Baumwollfäden.
7. Katalin macht das mit den Baumwollfäden, wenn sie sehr trocken sind. Für trockene Haut gibt es Feuchtigkeitscreme.
8. Ein Verkehrsmittel ohne Motor, aber mit Pedalen.
9. Ein reflexives Verb. Man darf nicht zu spät kommen. Man darf sich nicht __________. Katalin passiert das, wenn Isti sie morgens nicht gehen lassen möchte.
11. Wie heißt das Material? Eine Textilfaser. Klassische T-Shirts sind daraus gemacht. Ebenso die Jeans. Wie heißt das Material?
13. Hier im Plural. Textilien bestehen meistens aus gewebten __________. Wenn sie auf einer Rolle aufgerollt sind, dann sagt man auch "Garn".
14. Ein schwarzer Stein. Man findet ihn auf Dächern. Man kann auch darauf schreiben. Wie auf einer Tafel. Katalins Name steht darauf, wenn sie zu spät zur Arbeit kommt.
15. Hier im Plural. Textilien an den Fenstern. Wenn man sie an den Fenstern hat, dann können die Nachbarn nicht gut "spionieren".
18. Ein Verb im Infinitiv. Wenn uns jemand folgt, wir aber schneller sind, dann können wir ihn __________. Katalin macht das mit dem Hund, wenn er ihr morgens hinterherrennt.
19. Hier im Plural. Sie sind der äußere Teil von unserem Mund. Wir haben 2 - eine oben, die andere unten.

Senkrecht:

1. Ein großes Loch, in das die Bauern die Exkremente von Schweinen und Kühen kippen. Katalin sagt, dass die Dorfkinder hineinfallen und ersticken.
2. Ein Apparat, mit dem man Textilien bzw. Stoffe herstellen kann.
4. Damit macht man Kleidung. Es ist sehr lang und dünn und normalerweise auf einer Spule aufgerollt.
10. Mit der Hand "Hallo" oder "Auf Wiedersehen" sagen. Kata macht das am Fenster, wenn ihre Mutter morgens zur Arbeit fährt.
12. Welches Verb wird gesucht? Sterben, weil man keine Luft mehr bekommt. Zum Beispiel durch den Rauch von einem Feuer. Einem Astronauten würde das ohne seinen Spezialanzug im Weltraum schnell passieren.
16. Ein Nomen im Plural. Müll.
17. Das gibt es oft am Morgen. Es ist wie eine Wolke, aber tief am Boden. Man kann nicht weit sehen.

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